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Montag, 25. August 2014

Relaxday

Ralf geht es leider immer noch nicht besser, ehr schlechter. Er hätte etwas Hunger, am liebsten ein trockens Hörnchen. So ziehe ich los um einen Bäcker oder dergleichen zu suchen. Schnell hüpfe ich noch in der Touristinfo vorbei und hole mir einen Stadtplan, diese Stadt verwirrt mich ein wenig. Zusätzlich bekomme ich eine Wegbeschreibung zum nächsten Supermarkt.

Dort packe ich eine Flasche Cola, 3 blanke Hörnchen und 2 Croissants als Frühstück ein. Zurück im Hotel frühstücken wir so und Ralf meint ich soll ihn nicht in seinem Elend beäugen sondern zum Strand gehen. Ich kann ja um die Mittagszeit wiederkommen. Also ziehe ich mit Handtuch und Badesachen los und gönne mir 3 Stunden planschen, sonnen, schlafen. Kurz vor 12h verziehe ich mich vor der Mittagssonne damit ich mich nicht zu sehr verbrenne.

Ralf leidet immer noch, aber es ist bisschen besser. Wir entschließen uns einen Spaziergang in die Stadt zu wagen und vielleicht sogar bis zum Strand. Ich habe heut vormittag auch das empfohlene Lokal entdeckt, es ist umgezogen und will es Ralf zeigen und dabei schlecppe ich Ihn auch gleich durch dei Haupteinkaufsmeile. Bars und Cafes wechseln sich ab und in zweiter Reihe kleine Geschäfte. Lustig haben wir gestern total übersehen. Außerdem frage ich mich ob es hier so richtig kalt wird, bei den ganzen Pelzgeschäften.

Am Strand will ich ins Wasser und werde von den Baywatch-Typen wieder rausgepfiffen. Mist es weht die rote Flagge, keiner darf ins Wasser. So liegen wir ein bißchen am Strand rum und beschließen uns Shoppingtechnisch umzusehen. Ich bekomme eine Halskette mit einer Sonne und Ralf schlägt im Schuhladen zu. Er zögert er, weil kein Platz, aber meine Ansage, ich hab noch genügend Platz wenn ich umpacke, besiegelt den Kauf von 2 Paar Schuhen. Für mich gibts keine, das bin ich schon gewöhnt, Schuhgröße 42 bei Damen ist auch ehr in Süd- und Osteuropa ehr selten.

Dem gesuchten Restaurantip vom Reiseführer wollen wir eine Chance geben. War okay, nix besonders und kein besonders denkwürdiger Service. Dabei planen wir ein bißchen wo wir morgen hin wollen und buchen ein Zimmer in Veliko Tarnov.



Sonntag, 24. August 2014

Endlich am schwarzen Meer

Gestern haben wir noch bevor wir los sind, zwei Nächte in Varna gebucht. Heute morgen stellt Ralf fest das er Varna mit Veliko Tarnovo verwechselt hat, so sind es nicht 200 Landstraßenkilometer sondern knappe 400, davon gute 2/3 auf der Autobahn. Aber dank unseren Gesprächs in Dospat, kein Problem.
Die Autobahn ist gut zu fahren. Lustigerweise sehen wir auf der Autobahn mehr Motorradfahrer als die ganze letzte Woche in Bulgarien. Kurz vor Burgas weiche ich auf eine Nebenstrasse aus damit wir die letzten 120 km nicht im "heavy traffic" feststecken. Ein gute Wahl, eine angenehm zu fahrende etwas huppelige Strecke, aber ganz wenig Verkehr. 30 km vor Varna kommen wir so wieder auf die Hauptverbindungsstrasse und rollen so direkt in die Stadt und direkt vor dem Hotel Casablanca.

Im Erdgeschoss gibt es ein Cafe, so erledigen wir die Formalitäten und beziehen unser Quartier für die nächsten 2 Tage. Dann wird uns noch empfohlen die Motorräder in den Innenhof zu stellen. Ich kuck mir das an und drück Ralf meinen Schlüssel in die Hand, er manövriert auch bravorös die Qe in den Stall. Dazu kommt auch gleich die Ansage, die nächsten beiden Tage bleiben die Qe im Stall, Ausflüge nur auf Schusters Rappen. OK - das ist ja kein Problem da wir direkt an der Fussgängerzone wohnen.

Ich ziehe mir meinen Bikini an und dann geht es los durch die Stadt direkt zum Strand. Nachdem wir 2011 schon zum schwarzen Meer wollten und damals abgebrochen haben, bin ich endlich da wo ich hin wollte. :) Vielen Dank Ralf für die Erfüllung meines Traumes. Das Wasser ist frisch aber wunderschön, ich plansche ein wenig und dann gehen wir in ein Cafe während ich versuche zu trocknen. Die Stadt muß in den 1920er Jahren eine mondäne Stadt gewesen sein. Davon zeugen die alten Badehäuser den Strand entlang.

Auf dem Rückweg verlaufen wir uns so ein bißchen und suchen eine Speiselokalempfehlung aus dem Reiseführer. Als wir endlich in der richtigen Straße vor richtigen Hausnummer stehen kucken wir etwas dumm aus der Wäsche - Patentamt. Dann halt nicht, so irren wir weiter durch die Gassen bis wir bei einem türkischen Lokal enden und von da ist der Weg auch wieder bekannt. Ich dusche und checke dann kurz Tripadvisor für Restauranttipps in der Nähe, aha der Türke hat eine gute Bewertung. Also gibt es heute türkisch. Wir bestellen dort ein Orientmenü und teilen uns dies. Mir liegt es etwas schwer im Magen, aber geht. Ralf verschwindet sobald wir wieder im Hotel sind auf der Toilette und verbringt dort einen Teil der Nacht. :(

Samstag, 23. August 2014

Wein-, Stein-, Tabak- und Stauseeland

Frühstück, naja wenn man schon die Besitzerin an die Hand nehmen und zur Kaffeemaschine führen muss  damit man einen Kaffee erhält ist schon schwach. Die lustigen in Honig eingelegte grünen Feigen gibt nicht nur nach Aufforderung. Resümee zu diesem Hotel: muß nicht nochmal sein, wenn die Chefin so weitermacht dann prohezeihe ich keine langes Überleben, aber ich kann mich auch täuschen. Die meisten Gäste bleiben nur für eine Nacht und das läßt sich aushalten.
Also umziehen und nichts wie weg zu unserem nächsten Ziel. Gestern haben wir Plovdiv auserkoren besucht zu werden. Ich habe eine Route zusammengestellt mal sehen ob Straße tatsächlich so toll ist wie die Karte verspricht.
Wir starten und es geht wieder nach Katunsi, zwischen Weingärten entlang, die Strecke kennen wir von gestern abend zur genüge, dann geht es über eine super ausgebaut Passstrasse die eigentlich den Titel "Motorradrennstrecke" verdient nach Gotche Delvch. Die Strecke ist atemberaubend nur die Geschwindigkeitsverbote bremsen uns etwas aus, da wir es uns mit der örtlichen Executive nicht verdreben wollen. Die Strasse würde aber locker höhere Geschwindigkeiten verkraften. Auf Passhöhe steht ein Denkmal und mir machen ein kurzes Fotopäuschen, dies sind die ersten Bilder des Tages, wir hatten soviel Spaß an den Kurven das wir nicht anhalten wollten.
Ab Gotse Delev gehts es erstmal kappe 7 km schnurgerade aus, dann wird die Straße etwas buckeliger und wir landen im ¨Steinland¨ hier wird glauben wir Schiefer abgebaut und überall im Wald gibt es Verkaufsstände wo man sich die Platten und Steine raussuchen kann und wenn das Vehikel mitmacht auch gleich mitnehmen. Wäre es nur nicht so weit weg von zuhause, dann würde ich glatt versuchen Ralf zu überzeugen das wir sowas für den Garten brauchen.:) Weiter geht es ins Tabakland, überall in den Gärten und auf den freien Flächen wird der Tabak angebaut und hängt zum Trocknen. Spannend sowas im kleinem zu sehen.
In Dospat gönnen wir uns eine Kaffeepause und werden von einem Biker aus Varna angesprochen der heute allerdings mit dem Fahrrad unterwegs und gab uns etliche tolle Tips. Ab hier geht es Richtung Norden nach Plovdiv, meine ausgesuchte Strecke führt nun durchs Stauseeland. Die Strecke windet sich durch Canyons am Fluß und den Stauseen entlang. Traumhaft schön, ab Michalkovo wird die Straße etwas schlechter aber immer noch gut. Die Gegend erinnert mich sehr stark an die Ardeche, leider ist heute etwas diesig für die richtig tollen Fotos. Außerdem scheint es sich um ein Naherholungsgebiet zu handeln, wir sehen auch Jetskifahrer.
In Ustina müssen wir von unserer Route abweichen, die Brücke ist weg. Ein Einheimischer erklärt uns wortreich das er mit seinem Audi den Schleichweg auch fahren kann. Wir versuchen es, und ich schaffe es mit meiner Fuhre über den Feldweg und durch das Flussbett und anschließend noch eine große Wasserpfütze.
Dann geht via kleinen Straßen direkt nach Plovdiv, nach 250 km die erste Ampel. Wìr landen an einer nicht so schönen Kreuzung und schauen uns hilfesuchend um, kein Hotel weit und breit. Erstmal abstellen, sich umkucken, einen Sicherheitsdienstmann fragen, der leider auch keine Ahnung hat. Des Rätsels Lösung ist einfach, wir haben die Tour drin, auch den Wegpunkt vom Hotel aber diesen nicht in der Tour. Sobald wir das richtige Ziel eingeben funktioniert es und wir landen einige Minute später vor einem Hochhaus. War mal sicher eine Topadresse. Der Empfang ist sehr freundlich, es gibt eine Karte und eine Preisangabe wieviel maximal ein Taxifahrer für die Fahrt Hotel Innenstadt nehmen darf.
Frisch machen, umziehen, Taxi rufen lassen und los. Als erstes gehts es zur Altstadt, spannend, die Altstadt ist auf einem Hügel und dieser wurde für den normalen Strassenverkehr untertunnelt. So fahren wir direkt auf ein antikes römisches Theater zu und dann darunterhindurch. Erst spazieren wir durch die alten Gassen, gerade waren wohl mehrere Hochzeiten. Uns kommen vier Brautgesellschaften entgegen. Die Bräute stöckeln vorsichtig über das antike Pflaster. Schicke Brautautowahl, wir entdecken einen alten Rolls Royce und einen alten Mercedes 180, das neue Bentley Cabrio ist dagegen schon fast langweilig. Ich glaube ich würde den alten Benz wählen.
Wir landen schließlich in einem Cafe direkt überhalb der Arena, und heute ist tatsächlich Vorstellung, wir sehen aber nur den Beginn als sich das Orchester formiert und der Chor sich oberhalb der Bühne aufreiht. Dann geht es runter in die Neustadt und Fussgängerzone. Ein halb ausgebudeltes Amphitheater mit ehemals 30.000 Plätzen liegt unter der Fussgängerzone. Das Projekt wurde zusammen mit Norwegen und Island realisiert. Wir schlendern so durch die Gegend und landen anschließend bei einem Italiener, war in Ordnung. Dann geht es nach einem kurzen Regenschauer wider mit dem Taxi zurück ins Hotel.
Das Zimmer ist ziemlich warm, und Klima geht nur wenn die Schlüsselkarte eingesteckt ist. Also erst runterkühlen, dann Fenster auf und schlafen, irgendwann in der Nacht macht Ralf das Fenster zu weil ihn die Mücken aussaugen, leider die Klimaanlage nicht an.:(


Freitag, 22. August 2014

Länderpunkte sammeln

Aufstehen und versuchen ein Frühstück zu bekommen. Nico der bulgarische Guide hilft uns wieder, es gibt sowas ähnliches wie French Toast mit Schafskäse, Preiselbeermarmelade und grüne in Honig eingelegten Feigen. Außerdem ein Glas Molke, Ralf bekommt einen Kaffee und schwarzen Tee für mich gibt es nicht, nur Kräuter und ich glaube die Teebeutel sind schon älter. Aber na gut. Routenplanung steht, nur noch eine Tankstelle finden und los. Heute verschaffen wir Ralf zwei weitere Länderaufkleber. Erst geht es nach Makedonien, dann nach Griechenland und wieder nach Bulgarien.

Der Grenzübergang nach Makedonien, heute sind beide Seiten pingelig, wir sind durch die EU schon verwöhnt. Früher war eine halbe Stunde normal.... Passport und Insurance Card wollen die Bulgaren und die Makedonier sehen, dann dürfen wir auch weiterfahren. Die Strecke ist ziemlich langweilig, in Strumica drehen wir einen Runde durch die Stadt auf der Suche nach einem Cafe. Achja hier gibts auch eine andere Währung - die wir natürlich nicht haben. Die Kaffeepause wird nach Griechenland verschoben.
Am Dojransee wunderen wir uns noch das hier kein Tourismus in Nov Dojran ist, 2 km später finden wir ihn. In Star Dojran, ich komme mir vor wie am Balaton, man muß kucken das man kein Kind mit seinem Schwimmtier überfährt. Hier wollen wir dann doch auch nicht bleiben, das ist ist uns jetzt zu touristisch erschlossen. Rettung in Sicht - die Grenze nach Griechenland ist in Sichtweite. Vielleicht können wir dort ein bißchen planschen.

Der Grenzübergang ist diesmal entspannt, dann tüdeln wir am See entlang auf der Suche nach einem Plätzchen zu planschen. Aber erst müssen wir einem beweglichen Stein der die Strasse überquert ausweichen. Ziemlich fix die Schildkröte, mein erstes Haustier die Schildkröte Susi war auch aus Griechenland. :) Zum See kommen wir nicht, es sieht alles nach Überschwemmungsgebiet aus. In Mouries gönnen wir uns eine Kaffeepause. Nach den günstigen Espressi in Bulgarien, schlucken wir bei 7 Euro für 2 Espresso freddo und 2 Limonaden. Dann geht es weiter, es kommt ja noch ein See, vielleicht können wir dort baden. In Mandraki finden wir einen ausgeschriebenen Weg direkt zum See. Kein Tourismus hier, wenig Wasser, viele Steckmücken und trocken, eigentlich waren die letzten Meter mit einem am Boden liegenden zerrissenen Seil wohl abgesperrt. Wieder nix mit schwimmen. Wir machen ein paar Fotos und fahren weiter Richtung griechisch-bulgarische Grenze.

Mein Navi will erstmal wieder über Makedonien zurück, aber der Fehler ist schnell gefunden der Grenzübergang Kulata ist nur noch über die Autobahn erreichbar und diese hatte ich ausgeschlossen. Wir werden freundlich durchgewunken und es geht Richtung Melnik. Schön Garmin ist seiner Zeit voraus, die vom Zumo präferierte 1 ist noch nicht durchgehend fertig. In Kulata machen wir uns auf die Suche nach einer Tankstelle, Ich entdecke ein Schild - 1 km. Erst eine normale Seitenstrasse in der Stadt mit Betonschwellen wie für LKWs, dann eine Bahnunterführung durch die gerade ein alter Dacia durchpaßt. Endet als T auf Schotter, Blick nach links - eine Tankstelle. Grober Schotter mit Erde und dann feinster Asphalt. Des Rätsels Lösung: diese Tankstelle gehört zu der geplanten und in Bau befindlichen Autobahn. Theoretisch könnten wie diese bereits befahren, eine plattgewalzte Schotterdecke, aber der Absatz von Tankstelle zur Autobahn sind gute 50 cm. Deswegen drehen wir wieder um zur Hauptstrasse.

Weil hier soviel Verkehr herrscht, nehmen wir eine Nebenstrasse. Ralf würde einen Bankomat toll finden. Ich befrage den Zumo und in Katunsi wäre einer, also einen Teil der Strecke zurück und erstmal Geld holen. Während Ralf mit dem Automaten verhandelt, plane ich eine Alternativroute zum Hotel zurück. Leider verpasse ich die richtige Strasse und beim Versuch eine andere zu nehmen scheitere ich. Die Strasse ist irgendwann nur noch lose große runde Steine und mein Mut verläßt mich und ich bleibe 10 m vor der Kuppe stehen. Mist und mit piano anfahren komme ich nicht raus. Es ist heiß, ich hänge fest, heule fast vor Wut weil ich mich vertan hab und Ralf mich. bzw. die Q retten muss. Sobald wir diese Hürde genommen haben navigiere ich auf die Alternativstrecke, am Ortsausgang stellen wir fest das es sich um eine Sandstraße handelt. Jetzt mag ich nicht mehr - umdrehen und zurück.

Im Hotel erstmal duschen und dann Essen fangen. Heute geht es ins Bistro was uns persönlich besser mundet. Natürlich habe ich wieder einen Shopska Salad und diesmal zwei Hähnchenspieße. Wieder erklimmen wir den Weg zu unserem Hotel. Die Besitzerin sitzt mit Ihren Freuden am besten Tisch, es gibt weder ein Hallo noch ein Angebot etwas noch hier zu trinken. Wir sitzten noch ein bißchen draußen und planen die Tour für morgen und verziehen uns dann. Schlafen ist nicht einfach bei dem Krach draußen als sie sich gegenseitig Youtube-Videos vorspielen. Fazit: nicht mehr in dieses Hotel



Donnerstag, 21. August 2014

Die kleinste Stadt Bulgariens

Morgens früh, diese Zeitumstellung um eine Stunde kostet uns einfach morgens Zeit, ich wache zwar deutsche Zeit um 6:30 Uhr auf aber es ist schon 7:30 uns so kommen wir erst kurz vor 9:00 zum Frühstück. Büffett ist gut, heute ist auch jemand anderes an der Rezeption und alles ist paletti. Abfahrt, wir drehen eine Runde durch Sofia auf der Suche nach einer Tankstelle. Getankt und dann irgendwie raus hier. Ich habe eine kleine gelbe Strasse ausgewählt, wir kommen an einem Schneckenhaus vorbei, siehe Foto. Um die Mittagszeit landen wir beim Kloster Belchin. Zwar wollte ich ein anderes besichtigen aber auch in Ordnung. Zu diesem führt eine Zahnradbahn rauf. Erst suchen wir uns ein Parkplätzchen, dann raus aus den Jacken und mal zur Zahnradbahn. Schlechtes Timing es ist kurz vor 12 und zwischen 12 und 13 Uhr ist dort Mittagspause. Vor uns ist eine Schlange, realistisch gesehen kommen wir vor 12h da nicht rauf. Wieder zurück und wir fahren in den Ort und gönnen uns eine Mittagspause mit Cafe und Limonade.
Von dort geht es langweilig Richung Dupnica. Einzig Ralf verliert sein Funkkabel. Erst fährt er im Stehen und als er sich hinsetzt bemerke ich das etwas über die Strasse unter dem Koffer hüpft. Funkkabel - also anfunken und ihm sagen das er es verloren hat funktioniert nicht. Vollgas vorbei und ausbremsen, als er steht fällt ihm auch auf das er sein Kabel verloren hat. Er fährt zurück und findet es wieder, bisschen lädiert aber funktionstüchtig.
Nun geht es auf die bulgarische 1, bzw. auf die Europastrasse. Viel Verkehr Richtung Griechenland, und langweilig. Nachdem die Klosterbesichtigung nicht geklappt hat, versuchen wir unser Glück beim Rila-Kloster. Die Strecke ist wunderschön, und wir stehen vor den Klostertoren. Wir fahren einmal herum und suchen eine Parkmöglichkeit. An Schluß parken wir doch direkt davor, es werden 4 Lew für beide Motorräder verlangt, dafür ist der Zugang zum Kloster frei, nur wenn man ins Museum will wird ein Obulus fällig. Schön hier, aber auch sehr viele Touristen, und die Damentoilette ist so ein Loch im Boden wo die meisten nicht treffen. Ich gehe rückwärts wieder raus und verkneife mir den Gang. Sind ja nur noch 100km ;)
Am Rückweg wieder auf die 1 halten wir noch bei einer Wasserregulierungsanlage. Sehr spannend, da müssen wir mal bei Gelegenheit recherchieren was wir eigentlich entdeckt und fotografiert haben. Während wir dort rumturnen und fotografieren hupt uns ein Gespann an, erst am Abend beim sichten von Ralfs Fotos stellen wir fest das ein Weltenbummler uns gegrüßt hat, schade wenn wir etwas schneller geschaltet hätten, wäre es sicher eine tolles Treffen geworden. Von dieser Seite einen Gruß an Christian der slowdowneast.de unterwegs ist. Ich verweise hier auf Ralfs Bericht.
Ereignislos geht es weiter, lustigerweise haben unsere Zumos die 1 schon bis Griechenland fertig, aber das ist nicht so, vieleicht in ein paar Jahren. In Melnik biegen wir mal kurz falsch ab und obwohl der Zumo meint wir kommen wieder auf den richtigen Weg drehen wir um. Die hölzerne Fussgängerbrücke sah nicht ganz so aus das sie die 250 kg BMWs aushält, geschweige denn das wir mit den Koffern da durchpassen. Die Strasse wird schlechter und dann Spitzkehre mit Kopfsteinpflaster und den Berg rauf, irgendwann ist das Kopfsteinpflaster auch weg und wir stehen vor dem Hotel.
Die Verständigung ist schwierig, die Besitzerin spricht außer bulgarisch keine Sprache. Ein anderer Gast dolmetscht für uns, glücklicherweise. Wir bekommen ein ziemlich kleines Zimmer, ohne Klimaanlage aber hier in den Hügeln ist es kühler als in der Ebene. Wie die letzten Tage zuerst DUSCHEN. Kein Duschvorhang und das Bad ist geflutet, aber egal. Dann erstmal ein Spaziergang und etwas zu essen. Hier teste ich wieder den Shopska Salad und gegrillte Pilze mit gelben Käse gefüllt - so stehts zumindest auf der Karte, dazu den weißen Hauswein, auch sehr lecker direkt aus der Gegend hier und es ist kurz vor 23h als wir ins Hotel zurückkommen. Ralf unterhält sich noch mit Schweizer Ehepaar die einen bulgarischen Guide gebucht haben der bei der Ankunft auch bei der Verständigung geholfen hat.

lt. Garmin eine Strasse ;)