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Posts mit dem Label 2015 Georgien-Türkei werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Dienstag, 2. Juni 2015

Back at home

Ich habe ziemlich gut geschlafen, noch eine Dusche und dann zum Frühstück. Ralf hat bereits schon seine erste Tasche rausgebracht. Ich mach mir meinen Tee und dann zum Abschluss einen Espresso. Dann wird wieder beladen. Wir müssen einmal quer durch die Stadt und dann fahren wir auf der Landstrasse zum Loiblpass. Kurz vorher machen wir noch eine Espressopause. Wenig Verkehr, von hier geht es weiter nach Klagenfurt. Vor dem Sölkpass noch eine Pause mit Milchkaffee und einer österreichischen Kremschnitte. Der Sölkpass ist leer und einer meiner liebsten Pässe, weil dort selten viel Verkehr herrscht. Weiter geht es Richtung Bad Ischl und am Mondsee entlang bis wir wieder in Deutschland sind.

Wir kommen am späten Nachmittag an, noch essen gehen und morgen mal Motorräder sichten.

Ein einfach toller Urlaub, gerne wieder, vielleicht mit mehr Zeit für Georgien und weniger Regen.

Start Fürth: 65550 km
Ende Berglern: 76079 km

Gerne nochmal ;) Danke Ralf





Montag, 1. Juni 2015

Das beste Eis

Nachdem wir gestern einen Bäcker direkt um die Ecke entdeckt haben, erst einmal dorthin, Kifla und Schokoteilchen holen und damit in unsere Eckkneipe für einen Cappuccino. Route haben wir gestern zusammengestellt. Ralf ist schon so gut wie abflugbereit und ich quetsche noch verzweifelt meine Sachen in die Tasche. Packsack ist wieder am Soziussitz festgeschnallt, als ich zurück ins Apartment komme um den Tankrucksack, Helm und die Jacke zu holen lacht mich Ralf an. Ich bin schwarz im Gesicht weil ich die Zurrbänder am Auspuff vorbeigeführt habe. Also nochmal richtig waschen und abschrubben und wir können endlich los.

Es geht erst um den Limski Kanal und dann über Motovun über die Grenze. Ein kleiner Grenzübergang, im Zumo und in der Karte ist er nicht verzeichnet, aber er funktioniert. Da steht tatsächlich einer an einem Schlagbaum und macht diesen auf als er unser Reisepässe kontrolliert hat. Die Strecken waren bis hierher herrlich, das merkt man auch an der masse an Motorradfahrer die sich hier tummeln. Erinnert doch schon etwas an die Alpen von der Motorraddichte. Weiter geht's es an den Höhlen von Skocjan und Postojna vorbei bis nach Lubljana.


Hotel ist diesmal etwas außerhalb, aber der Concierge ist superhilfreich und weiß auch mit welchen Bussen wir ins Zentrum kommen, und verkauft uns auch gleich das Busticket inkl. Aufladung für die Fahrt rein und raus in die Stadt. Funktioniert tadellos. Erst mal wieder eine Runde im Sonnenschein, ich entdecke einen Desigual, aber die Preise sind identisch mit Deutschland. Es lohnt also nicht hier zu kaufen, da bestelle ich lieber online und lasse es in die demnächst in Fürth eröffnende Filiale schicken.
Erst gibt es aber eine Ankommen-Kremschnitte. Vergleichstechnisch war die gestern Nachmittag die beste. Dann wollen wir wieder ein paar Spotted-Tipps ausprobieren, das Starda hatte das letzte mal zu, heute geöffnet. Nix für mich, es riecht für mich ehr unangenehm und man kann nicht außen sitzen. Also zum nächsten ein Wurstladen. Es gibt nur 2 Sachen auf der Karte - eine oder zwei Würste und man kann zwischen Brot oder Sauerkraut wählen. Behagt uns auch nicht. Der dritte Tipp das POMF fällt mir beim näherkommen auf das wir letztes Mal mit Hartmuth schon dort waren uns es nicht so berauschend war. Dann ohne Spotted und wir entscheiden uns für Gospodilna pri trubar Mama. Die Wahl ist gut, unsere Pastagerichte hervorragend. So gestärkt bummeln wir noch ein Weilchen bevor wir in einer Kneipe am Fluss versumpfen und hier vor uns hertippen und Fotos sichten. Als Dessert gönnen wir uns das dunkelste Schokoladeneis und das fruchtigste Blaubeereis was wir je hatten. Das Blaubeereis kostet doppelt soviel wie die normale Kugel, ist aber jeden Cent wert. Waldblaubeeren pur - yammi. 
Ich war bis heute genau 10.000 km unterwegs in diesem Urlaub. Morgen geht es über Landstraße nachhause.

Sonntag, 31. Mai 2015

Smoke on - Red Bull Air Race

Ausschlafen, einen Spaziergang zum Supermarkt und etwas Gebäck kaufen und dann zur Eckbar für den ersten Kaffee. Natürlich haben wir im Plodine nicht nur Gebäck gekauft, 1,5 kg Pagski Sir durften auch mit. Mal schauen wie wir den Käse heil heimbekommen. 

Badesachen anziehen und ab zum Meer. Ralf sitzt auf einer Bank und sichtet Fotos ich bruzle in der Sonne und lese den Katalog den es beim Ticketkauf dazugab. Lebensläufe der Piloten, Hintergrundinfos und die Regeln. Dann kurz wieder ins Apartment, frischmachen, umziehen, Kameras einpacken und los. Wir schaffen es wie gestern fast bis direkt an den Track zu fahren. Eingangskontrolle und leider darf ich die 1,5l Flasche Wasser nicht mit reinnehmen. Wir suchen uns Plätze auf der Tribüne, momentan läuft noch eine Vorführung der Flying Bulls, Formationsflüge und dergleichen.

Ab 14 Uhr lautet das Kommando "Smoke on" wenn der Pilot sich dem Start nährt. Ohne den Rauch könnte man dem Weg des Piloten kaum folgen bei deren Geschwindigkeit. Was ich nicht für möglich gehalten hätte, es interessiert mich, die Lektüre heut morgen hat geholfen, zumindest kann ich schnell nachvollziehen warum es bei einigen Strafsekunden gab. Eine Pylone wird geköpft und die Airgators rücken aus um den beschädigten Teil auszutauschen und wieder aufzublasen. Es fesselt, als sie besten 8 feststehen gibt es eine Pause in der wir das Gelände verlassen, und uns einen günstigen Kaffee und eine Kremschnitte fangen. Red Bull langt getränketechnisch schon extrem zu. Der Espresso an der Haupttouristenmeile kostet 6 Kuna, im Gelände gibt es nur ein Kaffeekaltgetränk aus der Dose für 25 Kuna. Kein Wunder das die nicht wollen das man eigene Getränke mit hineinnimmt.

Best of 8 - es ist spannend, das ganze Publikum heult auf als Bonhomme die beste Zeit hinlegt und gleich darauf disqualifiziert wird weil er mehr als 10G in der Kehre hatte. Jetzt sind es nur noch vier. Semifinal und Final - am Schluss steht Hannes Arch als Sieger fest. Übrigens umso später am Nachmittag umso schlechter die Position zum fotografieren. Eigentlich wollten wir ursprünglich erst bei den Best of 8 auftauchen, aber ich glaube die Fotos von 14-16h werden die besten sein. 

Nachdem wir gestern touristisch in Rovinj gegessen haben, habe ich mich mal mittels Tripadvisor umgesehen ob nicht etwas in Laufweite liegt und habe so das Maslina gefunden. Es sieht noch leer aus, aber schon einiges ist reserviert, wir bekommen einen Tisch von 1830-2030 weil da schon die nächsten kommen. Essen sehr lecker und in Relation gesehen günstiger als am Abend zuvor. Okay war teuer als am Abend zuvor, aber wir hatten auch noch eine Käseplatte als Vorspeise, mehr Getränke und Essen war besser. Vom Haus gibt es noch eine Borovica und einen Hruskovac und dann geht es zur Eckkneipe zum günstigen Abschlusskava und dann sitzen wir noch gemütlich auf unserer Terrasse und surfen, tippen und sichten Fotos.


Samstag, 30. Mai 2015

Kurven und Mee(h)r

Gut geschlafen, die Sonne scheint. Frühstück hausgemacht, selbstgebackenes Brot, Marmeladen, der Herr des Hauses hat die Wurst und den Schinken produziert und die Eier sind von glücklichen Hühner die hinter dem Haus ihren Stall haben. Tamara zeigt uns dann noch ihre Webstühle, sie produziert alte Trachten für Volkstanzgruppen. Alles nur auf Bestellung und der Stoff dafür wird selbst gewebt. Wir sind beeindruckt von soviel Handwerkskunst. Hier könnten wir gut den Tag einfach vertrödeln und noch eine Nacht bleiben wenn wir nicht schon in Rovinj gebucht hätten. 

Der Abschied fällt schwer von solch idyllischen Plätzchen, erinnert etwas an Brebu Nou. Aber wir wollen los, erst in Karlovac tanken, und dann auf die D3 Richtung Rijeka. Die Strecke macht einfach nur Spaß, eine Kurve nach der anderen. Das wissen auch die einheimischen Motorradfahrer und überholen uns, ich glaube die kennen die Strecke auswendig. Prompt wird die Fahrt gestoppt, alle Motorräder werden von der Polizei rausgewunken auch wir. Führerschein und Fahrzeugpapiere, war klar das die Polizisten das grinsen anfangen als sie realisieren das ich ein Mädchen bin. Sie tragen schön alle Daten in eine Tabelle ein und gute Weiterfahrt. Die anderen Motorradfahrer werden etwas länger aufgehalten. Glücklicherweise keine Geschwindigkeitsmessung, da wären wir sonst auch mit dran gewesen. Selbst nach dieser Kontrolle kommen wir an mehreren versteckt lauernden Polizisten vorbei, aber die entgegenkommenden Fahrzeuge warnen uns mit Lichthupe.
Also gemäßigter Fahrstil und die Landschaft und Kurven genießen. Oberhalb von Rijeka der erste Blick wieder auf die Adria, und dann bekommen wir mit unseren Navis eine kostenlose Sightseeingtour durch Rijeka bis Opatija. Dann geht es über die Ucka und zwar nicht durch den schnellen Tunnel sondern über die schön geschwungene Landstraße. Zum schwindligfahren schön. Wir versuchen an einem touristischen Aussichtspunkt einen Kava zu bekommen aber Zitat Kishon ¨der Kellner sieht mich nicht¨. Also verlassen wir wieder das Lokal, wird sicher noch ein anderes kommen. Über Pazin geht es dann weiter nach Rovinj, die Red Bull Air Race Schilder sind nicht zu übersehen.

Das Stadtzentrum ist großflächig abgesperrt, aber erst mal zum Apartment. Der Wegpunkt passt nicht genau, aber nachdem wir die Adresse nachgelesen haben, stellen wir fest das wir nur 50 m zu weit sind. Ebenerdig - super, alles abladen. Der Eigentümer ist sehr nett und es gibt sogar einen Stadtplan von Rovinj mit Tipps. Frischmachen und mit meiner Q sich erst mal einen Überblick verschaffen wo wir uns morgen zum fotografieren positionieren wollen. Mit der Q kommen wir schon fast bis ins Zentrum, kurz vor Eingang B. Super, wenn das morgen auch so funktioniert sind wir zufrieden. Zeitplan und Programm sichten, überlegen ob wir ein Ticket kaufen oder versuchen so gute Fotos zu machen. Dann schleppe ich Ralf touristenmäßig auf den Glockenturm von Santa Euphemia. Ein paar Bilder schießen wir von oben und diskutieren von wo die Sonne kommt und wo ein gutes Plätzchen wäre. In einem Lokal in einer kleinen Gasse bekomme ich meine Lignje na zaru und Ralf gönnt sich Risotto mit Pilzen und Hähnchen. Während es Essens überlegen wir noch ob wir uns für morgen Tickets zulegen sollen. Als wir nach dem Essen an dem Ticketshop vorbeikommen, entscheidet Ralf die A-Tickets zu kaufen. Noch ein Blick auf das Programm, ab 13:30 wird es interessant, d.h. wir können am morgen noch eine Runde ans Wasser. Dann geht es wieder zurück zu unserem Ferienapartment und dann in die Bar nebenan. Günstiger als in der Stadt und ist mit einmal umfallen im Bett.



Freitag, 29. Mai 2015

Gegensätzliches - von schrecklich bis idyllisch

So gut wie lange nicht mehr geschlafen. Frühstück gibt es einen Stock tiefer, ist okay aber so sparen wir uns die Cafe-Suche am Morgen. Wie schon das letzte Mal beim Rausfahren aus Belgrad verpassen wir die Zufahrt auf die Brücke und müssen so die nächste nehmen. Dann geht es auf den Autoput Belgrad-Zagreb, leider die einzige vernünftige Alternative wenn wir heute abend in Karlovac sein wollen

Die Strecke Belgrad - Grenze kostet fürs Motorrad 170 Dinar oder 1,50 Eur, Ralf wurde allerdings als Auto erfasst und bei ihm werden 340 Dinar fällig. Vor der Grenze noch einen Kaffee und schnell werden unsere Pässe gestempelt und wir sind durch. Freundlicherweise wurde für uns wieder einmal eine neue Spur aufgemacht, so brauchten wir nicht in der prallen Sonne in der Schlange stehen. 

Wir passieren Slavonski Brod und dann bekomme ich die Panik - gelbes Tanklicht - das kenne ich so gut wie garnicht. Also nächste Abfahrt raus. Tanken - und ich brauche mal zur Abwechslung mehr Sprit als Ralf, das freut ihn sehr. Nachdem wir jetzt schon unseren Obolus für die Autobahn bezahlt haben, können wir gleich über Landstrasse weiter. Hier sind wieder die langen kroatischen Dörfer. Das Wetter ist einfach herrlich und wir genießen die Fahrt. Bei Jasenovac fällt uns ein imposantes Denkmal auf, hinfahren ansehen. Hier steht auch ein Güterzug, aber keine genaueren Erklärungen. Aufgrund der Infotafel die auf dem Weg zum Denkmal steht und die Hügel und Krater tippen wir auf ein Gefangenenlager. Am Abend finden wir heraus das es sich um das KZ Jasenovac, das Ausschwitz des Balkans handelte. Somit waren unsere Vermutungen nicht ganz so weit daneben.

Q müde - Q will schlafen
Die Gegend hier ist ein Traum, zwar keine Alpenpässe und Serpentinen dafür leere kleine kurvige Strassen, sogar mit etwas Schotteranteil. Bei 74999 km lege ich mich mit meiner Q auf dem Schotter in den Lehmhang. Ralf kommt auch gleich zur Hilfe als ich ihm per Funk mitteile das ich mich mit der Q schlafen gelegt habe. Beweisfoto gibt es keins, glücklicherweise kam gerade ein Transporter mit zwei hilfreichen Männern die die Q wieder auf die Räder stellten, und auch gleich vorschlugen falls sie nicht mehr fährt sie mit dem Transporter wegzubringen. Q und mir ist nix passiert, an uns beiden hängen nur einige Lehmbatzen. Somit habe ich nur 9499 km auf der Reise ohne umfaller geschafft. Aber nur das Ego leidet ein wenig.

Unser Quartier heut nacht ist ein wenig außerhalb von Karlovac, die Adresse ist fix gefunde und wir stehen in einem Garten mit alten Holzhäuschen. Freundlichst werden wir von Miro und seiner Tochter Lana begrüßt. Er grüßt auf deutsch, sie auf englisch. Lana spricht hervorragendes Englisch, sie lernt es schon seit 11 Jahren, das können wir kaum glauben aber sie ist schon 18 und in Kroatien wird Englisch ab der ersten Klasse gelehrt, ab der 5ten kommt noch eine zweite Fremdsprache hinzu. Wir klären erst das Frühstück ab und fragen ob man hier auch Abendessen bekäme, sie klärt das mit ihrer Mutter ab, kriegen wir. Super. Jetzt noch kurz auf einen Stadtbummel nach Karlovac, einen Bancomaten plündern und wieder zurück. Duschen und Abendessen. Oha - es wird üppigst aufgetischt. Bier für mich, und Wein für Ralf, Kürbissuppe, eine Grillplatte die keine Wünsche übrig läßt, Salat und zum Nachtisch Palatschinken. Pappsatt plaudern wir dann noch ein wenig und erfahren viel über Kroatien.

Tamara Krklec Cvangic
47000 Karlovac
Sv. Margareta 25a
Tel: +385-47-637 801
GSM: +385-98-1933 235
GSM2: +385-91 41 41 453
narodne.nosnje.mala@gmail.com
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