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Mittwoch, 27. Juli 2011

Eine Reise in die Vergangenheit

Start morgens in Osijek, meine erste Aufgabe, eine kroatische Strassenkarte auftreiben, weil meine Österreichkarte nur bis Pula reicht. Im ersten Buchladen sind die Karten ausverkauft, im zweiten werde ich fündig. Im Paket Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina – das reicht. Die Sonne brennt schon um 9h morgens, schnell im Zimmer noch eine Route ausarbeiten und dann los. Ralf fragt irgenwann per Funk ob wir heute auch noch durch ehemaliges Kriegsgebiet kommen. Das kann ich nicht beantworten, da ich nicht weiß wie die Linien verliefen, wir werden sehen.
Von Nasice durch einen Naturpark dann ein Käffchen und über traumhaft geschwungene Motorradstrassen weiter, und wir werden fündig. Es scheint die DN38 war eine hart umkämpfte Front zwischen 1991-1995, fast alle Häuser weisen Granaten- und Einschusslöcher auf. Einige wurden ausgebessert, einige Ruinen stehen verlassen, neue Häuser davor oder dahinter gestellt. Der Wald der die Strasse zwischen den Orten säumt, ist mit Minen gespickt. Überall Hinweise nur nicht dorthin zu gehen. Mit dieser Information ist auch klar warum hier an den Strassen nicht wie in den anderen Ostblockländern, Mütterchen und Kinder stehen und die Pilze oder Beeren aus dem Wald verkaufen. Es traut sich keiner mehr hinein. Irgendwie klingt das wie in einem Märchen. Ein dunkler Wald in den niemand gehen soll, weil es Unheil bringt.....


Cignoc
In Novsta finden wir endlich eine Tankstelle, aufgetankt und wir fahren nun auf die andere Seite der Autobahn, in der Karte war eine lustige kurvige Strasse ersichtlich die sich am Fluss entlangschlängelt. Gleich gefunden. Wenn wir uns vorher um 1991-1995 befunden haben, sind wir nun noch weiter zurückgereist, am Fluss entlang stehen alte Holzhäuschen, wunderschön teilweise verfallen oder voll restauriert und als Pension ausgewiesen. So schwingen wir weiter, zwischendurch machen wir Vesper und diesmal wollen wir bald genug mit der Zimmersuche beginnen. Nachdem wir es doch wenn schon nicht Schwarzes Meer an die Adria schaffen wollen, geht es grob Richtung Bosnien Herzegowina, Ralf bekommt mit mir noch den Länderflash *g*

In Toposko quartieren wir uns ein und morgen geht es an der bosnisch-kroatischen Grenze weiter bis zum Meer.

Dienstag, 26. Juli 2011

Zimmersuche

Schon wieder alles nass draußen, aber es trocknet gerade ab. Also erstmal gemütlich frühstücken und dann packen und aufladen. Der grobe Plan – wir fahren nach Serbien.

Rumänien - auf nach Resita
Erst diesig, dann sonnig und dann Nebel. Aber es regnet nicht, think positiv. Von Resita eine schöne kurvige Straße mit passablen Asphalt, also einfach laufen lassen, nur unsere beiden Navis sind sich nicht einig. Also Route aus, und den Zumo als moving map nutzen, klappt perfekt. Dann entdecke ich noch ein Schild auf eine Bäckerei, dort steht schon ein Reisebus, entweder ist der Bäcker gut oder der einzige. Wir holen uns noch ein paar süsse Teilchen. Ich glaube der ist so gut.
Nach ca. 150 km sind wir an der Grenze, diesmal geht es fix aber es hat den Anschein das die beiden Länder sich nicht sooo mögen. Der Rumäne noch sehr nett, der Serbe ehr grimmig.
Serbien - Novi Sad
Ein kleines Land das zumindest wo wir es passieren sehr platt ist und der ukrainische Strassenbauer sich austobte, wieder schnurgerade mit einigen wenigen Abweichungen. Damit Ralf nicht nur flaches Land sieht, navigiere ich nach Novi Sad, dort gibt es eine schöne Fussgängerzone und wir gönnen uns Espresso mit Kremita se slagom in einer Slasticarna. Kurze Diskussion, hier bleiben oder weiter noch nach Kroatien. Es sind knappe 40 km noch zur Grenze. Weiter es ist hell, das Wetter zum fahren optimal. In Ilok fahren wir nach Kroatien, die Donau ist die Grenze. Der Serbe kuckt, der Kroate winkt und will bei der Passkontrolle wieder einmal sehen ob wirklich ein Mädl unter dem Helm steckt. Gute Weiterfahrt. Kurze Pause nach der Grenze, mal kucken wie schnell wir hier fahren dürfen und dann geht es durch Weinberge an der Donau entlang bis Vukuvar, leider nur 2 Hotels, eins zu und das andere zu teuer, also weiter.
Kroatien - Zentraler gehts nimmer
Es wird sich doch eine Übernachtungsmöglichkeit finden lassen, keine Pensionen, und in den größeren Orten auch keine Hotels, so kommen wir bis Osijek. Hier gibt es Hotels, und wir nehmen gleich das Central vor unserer Nase, mittlerweile ist fas 20h. Nach ein bisschen frischmachen, wollen wir uns noch was zum Abendessen fangen. Die Fussgängerzone ist tot, also doch eine Pizza direkt neben dem Hotel, noch ein Bier dazu und unser Tagsoll ist geschafft.  

Montag, 25. Juli 2011

Pausen und Pläne

Der geplante Relaxtag am Stausee mit einer Runde Schwimmen fällt buchstäblich ins Wasser. Es schüttet, selbst die ganzen Enduristi gönnen sich noch eine Runde Kaffee und warten auf ein Regenloch. Kurz vorm Mittag hört der Regen auf und es sieht aus als ob es aufreißen würden. Also werden doch noch die Motorradklamotten angezogen und fast alle sind weg.
Brebu Nou
Also ein gemütlicher Tag, Fotos werden gesichert und gesichtet und wir überlegen wohin es als nächstes gehen soll. Da ja hauptsächlich Ukraine geplant war, ist mein ganzes Kartenmaterial darauf ausgerichtet. Auf der ADAC-Südosteuropakarte, ist von Rumänien bis zum Mittelmeer auch Montenegro, Serbien, Kroatien, Slowenien und Österreich mit drauf. Zur groben Übersicht reicht es. Also versuchen wir morgen unser Glück Richtung Balkan.
Zwischendurch bekommen wir eine kleine Präsentation von Doug McLean, Ex-Teilnehmer der Red Bull Romaniacs, aktuelle Zusammenschnitte der diejährigen Challenge. So vergeht der Nachmittag doch ziemlich zügig.  

Sonntag, 24. Juli 2011

Genusstour

Da unser Ziel für heute abend mit Brebu Nou feststeht, und es nur noch direkt 90 km ist, können wir uns Zeit lassen und einige schöne Kurven unter die Räder nehmen.
Decebalus
Erst fahren wir noch bissl an der Donau entlang zum eisernen Tor der schmalsten Stelle der Donau. Dann geht es wieder Richtung Orsova und weiter nach Baile Herculaneum, ich bin begeistert, erinnert von den Bauten an Karlsbad, war wohl mal eine Kurstadt, oder ist noch.
Bahnhof Baile Herculaneum
Die alten Bauten sind ziemlich heruntergekommen, und zwei Betonklotz-Hotels aus Sozialismuszeiten gibt es auch, das Dacia und das Roman. Ein kurzer Kaffee und Törtchenstop, unser Frühstück gibt’s halt erst um 12h. Nun fahren wir nach Anina, die Strasse ist neu, Belag hat perfekten Grip und das fahren macht nur Spaß. Dann Resita und weiter nach Brebu Nou, um 16h kommen wir an, und wir kriegen auch noch ein Zimmer nachdem einer abgesagt hat.
Die Begrüßung ist herzlich und wir freuen uns nun auf zwei relaxte Übernachtungen, morgen legen wir uns in die Sonne.
Gleich ist Begrüßung, pünklich zieht es zu, es ist zappenduster, Blitze erhellen die Landschaft und es regnet. Bin ich froh das wir ein Zimmer haben.

Samstag, 23. Juli 2011

Weiter als gedacht - von Fagaras bis zur Donau

Făgăraș-Gebirge
Drumul Transfăgărășan
Am morgen treibt uns die Sonne raus, es ist morgens schon richtig warm, da es allerdings als erstes auf die Transfogarasch auf 2000 m geht, doch noch lieber den Fleecepulli anlassen, könnt ja schattig werden.

 Fährt sich wie ein Alpenpass, gut ausgebaut, das gefährlichste sind die Touristen die mitten in der Fahrbahn stehen bleiben und denen man ausweichen muss.Passhöhe schön, und schon weiter, weg von dem vielen Verkehr. Nur im unteren Drittel sind bissl größere uferlose Löcher.
Es geht weiter nach Ramni Valcea, wir liegen gut in der Zeit, wenn die Straßen weiter so gut sind schaffen wir noch ein paar Kilometer. 
In Targu Jiu einen Kaffee und wir wollen uns langsam auf die Suche nach einer Bleibe begeben. Weiter Richtung Drogbeta Turnu Severin, durch ein Bergbaugebiet, da gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit, bis auf die Pensiune Intim mit einer großen Gesellschaft. Weiter, weiter die Zeit läuft.
In Drogbeta gibt es nur teuere Hotelübernachtungen, eine Pension ist nicht zu sehen. An der Donau entlang nach Orsova, kurzfristig überlege ich über die Brücke nach Serbien abzubiegen. Orsova auch nur ein teures Hotel, langsam macht sich bei mir Frust breit.

Danube
Noch ein Stückchen an der Donau entlang, in Eselnita die erste Pension. Zwar kein Frühstück, und kein Restaurant dabei, aber zumindest Dusche und Bett. Ein Teil wird abgeladen und wir fahren mit Ralfs Möppi bis zum nächsten Restaurant, direkt am Wasser. Der Wirt hat in Salzburg gearbeitet spricht fließend deutsch und da die Karte nur rumänisch ist gibt er Empfehlungen ab. Ralf nimmt Huhn, Kartoffeln und gemischten Salat, ich Donaufisch und Gurken und zum Nachtisch Palatschinken. Ich bin wieder mit der Welt versöhnt.

Freitag, 22. Juli 2011

Nur fliegen ist schöner

Nachdem wir gestern nicht soweit kamen wie geplant, wird die heutige Etappe länger, mal schauen wieviel wir schaffen. Wir wollen morgen über die Transfogarasch, nachdem der Pass 100 km lang ist, wollen wir so nah wie möglich kommen.
Bicaz-Schlucht
Erst durch die Bicazklamm, leider wird es wieder nass. Die Schlucht ist imposant, aber bei dem Sauwetter bin ich doch froh als wir sie hinter uns haben. So nun geht es per Europastrasse nach Brasov.
Wir hängen uns an einen fliegenden Dacia, 120 auf der Landstrasse und selten unter 80 im Ort. Wir sind tatsächlich bereits um 15h in Brasov und es gibt eine Tranzitumfahrung die das Navi noch nicht kennt, aber das spart uns das Gewühl in der Stadt. Weil es so bombig läuft, perfektes Wetter und optimale Straßenverhältnisse beschließen wir noch weiter Richtung Fagarasch zu fahren.


Făgăraș
Irgendwann kommt von Ralf die Info das er nur noch 2 Striche in der Tankanzeige hat und gerne tanken möchte. War klar, die nächsten 50 km ist keine Tanke in Sicht und Ralf fährt spritsparend. Wir schaffen es bis Fagarasch und die erste Tanke wird angesteuert. Als ich ihm kurz zeige das ich noch 4 Striche habe meint er nur, bei ihm sind die schon länger weg und er ist der Ansicht das auf meiner ein getarnter ADV-Tank ist. Er tankt fast 18 l – ich presse mit Gewalt 15 Liter rein. Fazit: seine 1150er säuft durchschnittlich einen Liter mehr auf 100 km. Jetzt noch Zimmersuche, erst weit außerhalb, supermodern, aber da muss erst der Chef gefragt werden ob das geht. Dann doch in das Zentrum der Trucker zwischen Brasov und Sibiu. Direkt an der Hauptstrasse gelegen, mit eigener Dusche, W-Lan und Restaurant, mehr will ich garnicht.
W-Lan war dann doch nicht ;)   

Donnerstag, 21. Juli 2011

Ab ins Kloster


Autopilot wäre toll
Also das gestrige Whirlpoolbad war einfach nur klasse, gut geschlafen nur bissl kalt war mir, kann an der auf 17Grad eingestellten Klimaanlage liegen. Draußen gießt es aus Eimern, also können wir uns auch Zeit lassen beim frühstücken und packen, vielleicht hört der Regen auf. Glück gehabt, als wir endlich fertig sind tröpfelt es nur noch. Mopetts raus und ab der Tanz auf dem welligen Kopfsteinpflaster. Die Straße schnurgerade bis zum Horizont und die Stadt endet immer noch nicht. Endlich draußen, was auffällt sind die vielen neuen Häuser die wie kleine Schlösser mit Türmchen und Außentreppen gestaltet werden.


Ukrainische Grenze kennen wir schon mit dem Laufzettel, geht diesmal schneller, vielleicht weil weniger los ist. An der rumänischen Grenze winkt uns ein freundlicher Straßenkehrer an der Schlange vorbei und räumt sogar eine Schranke weg. So schlupfe ich noch vor einen Dacia, Ralf kommt bei der hohen Einfahrtsschneise nicht vorbei. Reisepass und Fahrzeugschein, gebrummel zwecks der Daten der BMW, dann soll ich doch den Helm abnehmen, tatsache ist ein Mädl, ich grins mal fröhlich zurück. Dann sehen sie Ralf in der Schlange. Kollega? Ja, und schon wird er auch vorgewunken. Der Enduromania-Aufkleber wird noch bestaunt und wir dürfen weiter. Die schwarzen Wolken von heut früh geben sich Mühe uns einzuholen.

Mănăstirea Văratec
Im Reiseführer steht man kann in den Moldauklöstern auch kostengünstig übernachte, das ist doch ein Versuch wert. In der Manasteria Varatec bekommen wir ein kleines Kämmerchen. Super, kurz dannach fängt es das schütten an, gut das wir heute den Feierabend vorgezogen haben. Ich leide an einer Sauerstoffvergiftung und bin schon während der Messe die per Lautsprecher über das ganze Klostergelände schallt eingepennt.

Übernachtung: http://www.manastireavaratec.ro/

Mittwoch, 20. Juli 2011

Sind wir schon daaa? In dem Königreich „weitweitweg“

So nachdem wir die ukrainischen Straßen von Przemysl bis Lviv kennengelernt haben, wird der Plan Odessa verworfen. Also lt. Navi knappe 400 km grad aus, dann rechts und dann 600 km wieder geradeaus. Ich glaub das verkraften wir nicht. Odessa vielleicht mal mit dem Flieger versuchen. Wir wollen Richtung Rumänien, aber soviele Grenzübergänge von UA nach RO gibt’s nicht. Chernovic ist nun der Plan, ist nur knappe 300 km von Lviv entfernt. Also male ich im Hotel noch einen Zettel mit der kyrillischen Schreibweise von den Orten die wir passieren wollen. Ralf malt auch, die Zettel kommen in den Tankrucksack und hoffentlich schaffen wir es schnell genug mit den Straßenschildern abzugleichen. Schon in Lviv die erste Herausforderung die Ausgangsstrasse ist gesperrt, die Navis wollen permanent retour und wir müssen eine größere Umfahrung einplanen. Am Navi rauszoomen, die Richtung peilen und sich von den bunten neuen Berechungen nicht iritieren lassen.
Dann sind wir wieder auf der ursprünglich geplanten Route, das Navi meint wir sind um 14:30 da, so ein Humbug, hier auf den Straßen und den kilometerlangen Dörfern – no way.
Tanken ist eine Herausforderung, erst zahlen dann tanken, woher sollen wir den wissen wieviel in die Mopetts reingeht. Nächste Tanke, da gibt’s einen Tankwart und die Bildchen an der Säule meinen erst tanken dann zahlen. Funktioniert aber nur mit Cash nicht mit Karte.
durch das linke Türchen mussten die Qe
Also beide Mopetts hinstellen, Ralf wird mit der Karte ins Häuschen geschickt, dann betanken wir seine GS und wollen dann den Schnerpfel in mein stecken, Tanksäule wurde abgeschaltet, kein Sprit für meine?! Ralf kommt raus und fragt ob ich fertig wäre, nein ich habe noch keinen einzigen Liter bekommen, also wieder rein, dann kann ich tanken, diesmal wird die Säule nach 9,5 l ausgeschaltet, obwohl noch nicht voll. Jetzt mit cash den Rest, ganze 2,32 Liter gehen noch ;-) argh ich will wieder eine normale Tankstelle wo ich selbst tanken kann wieviel geht – ich bin doch net in USA.
Wir sind nach tanken, 2 kleinen Pausen und einem Supermarktbesuch (wo ich von Security verfolgt wurde, bis ich aus dem Laden raus war) um 17:30 in Tschernowitz. Dann suchen wir noch ein von mir ausgesuchtes Hostel. Ralf geht los, Hostel nicht zu finden aber ein Hotel das im Reiseführer vorgeschlagen wurde. Fürstensuite, auch OK :)

Die Motorräder dürfen in den Innenhof, Koffer runter und mit rauchender Kupplung über die Stufe und rein. Die werden schon einen Grund haben das sie drauf bestehen.
Fürstensuite – wow – großes Zimmer mit Flachbildschirm und das Bad zaubert Sterne in meine Augen wie Ralf meint. Ein Whirlpool-Eckbadewanne – die wird heut abend noch getestet. Jetzt mal fix duschen und was zum Essen fangen. Ich freu mich schon auf die Wanne.  

Dienstag, 19. Juli 2011

Kultur und Kalorien

Regen am Morgen
So die eine Stunde Zeitverschiebung ist verkraftbar. Zum Frühstück geht es in das Wiener Kaffeehaus, man hat die Auswahl zwischen 4 Menues. Ralf nimmt das mit fried eggs und ich pancakes with cottoncheese. Also meine Wahl war für mich absolut richtig, in Österreich wären das einfach Topfenpalatschinken mit Rosinen. Ich glaub die gibt’s morgen auch wieder. Während wir im Cafe sitzen fängt es das schütten an, mir schlägt aufs Gemüt und Ralf freut sich das wir heute nicht motorradfahren. Ich durchsuche meine Taschen nach einer Jacke – Fehlanzeige – nur die Regenkombijacke und das finde ich nun übertrieben, der Fleecepulli muss reichen.
Kunstwerk
Ein kleiner Ausflug zu den geparkten Möppis und Entsorgung der „LEBENS“mittel. Es tröpfelt mittlerweile nur noch, also ein Spaziergang durch die Stadt. Nachdem ich gestern schon von den Strassen begeistert war, testen wir die öffentlichen Verkehrsmittel, Strassenbahn ist voll spannend eigentlich erwartet man als Tourist das sie aus den Schienen springt. Wir fahren an einer lustigen Fassade vorbei, die will ich nährer ankucken, also nächster Halt raus. Ist ein gutes Stück retour aber dann kriege ich meine Bilder. Die Regenwolken haben sich verflüchtigt, also gehen wir zurück ins Hotel die Jacken wieder abzulegen. Diesmal ein Spaziergang in die andere Richtung, das ist die Strecke die wir gestern angekommen sind. Die Unebenheiten in der Strasse sind wirklich so hoch wie ich mir gestern eingebildet hatte. Viel grün gibt es hier, schon wieder ein Park, und ein Besuch im McD, Preise vergleichen, ein BigMac kostet 16,50 Grwinna, BigM Menu 30,50, ein Business Lunch im einheimischen Lokal mit Suppe, Hauptgericht, Nachspeise und Kaffee kostet 28.
süsse Kalorien
Päuschen zum Ausruhen im Hotel, die gewaschenen Sachen am Fensterbrett mal wenden, damit alles morgen trocken ist. Dann ein Ausflug zum Swit Kava aber leider alle Schattenplätze belegt, es ist gerade wieder gefühltes „Tauwetter für Dicke“ also das nächste Kaffeehaus. Leckeren Espresso und Tarte Chocolate.
Irgendwie bin ich in der Stadt nur am Essen, lauter leckere Kleinigkeiten.

Dazwischen mal grobe Routenplanung, nachdem wir nun die ukrainischen Strassenverhältnisse kennen. Mal sehen wohin wir es morgen schaffen.
Nun sitze ich hier: N 49´50´35.09 E 24 1´54.62 von der Speisekarte abgeschrieben und futter mich durch ebendiese. Ukrainische Kalorien sind voll fies, die verstecken sich nicht mal am Teller unter einem Salatblatt, sondern schreien nur „ich bin eine Kalorie und voll lecker, looooos iß mich“
deftige Kalorien
Erst gabs etwas in der heißen Pfanne mit einer Sahnesoße wo mehr Augen raus- anstelle von reinkucken, dann ein Alibisalat, anschießend die ukranische Variante von Mozarellesticks und da eh schon alles egal ist noch eine Bierplatte, verschieden geröstete Brote mit Knoblauchdip.
Also haben wir einen verregnet begonnen Tag doch erfolgreich auf einer Dachterrasse mit lecker Kalorien beschließen können. Ehrlich ab morgen fange ich eine Diät an ;-)  

Montag, 18. Juli 2011

Kurven zum munterwerden um später fast einzuschlafen

Nach einem kleinen Frühstückchen in Sanok, und aufgrund der Wettervorhersage entledigt sich Ralf seines Gore-Inlets und wir stopfen die warmen Sachen in die Packsäcke. Es ist 8h die Sonne brennt schon ins Hotelzimmer und ich befinde, die Q wird mit Freizeitklamotten abfahrtbereit gemacht. Cargohose und Flipflops stopfe ich dann irgendwo rein.
Wir folgen den Schildern nach Przemysl, obwohl es wohl die Hauptstraße zur ukrainische Grenze ist, staune ich über die Serpentinenansammlung die zeitweise auftreten. Einfach traumhafte Schwünge um wach zu werden mit guten Fahrbahnbelag.
An der Grenze waren wir um 11:15, so wie gewohnt erstmal an der Schlange vorbeigemogelt. Ralf umfährt dann den ersten Schlagbaum, einer kommt auf dem Häuschen und schickt uns wieder zurück. Wir drehen und stellen uns vor die Schlange, also keine 20 m zurückgefahren, machen die Maschinen aus, da kommt der von grade eben und winkt wir können nun fahren. Komische Welt. Wieder ein Stück vor und wieder warten, in der Schlange neben uns stehen drei alte Gespanne, und jeder transportiert einen Kühlschrank im Beiwagen. Endlich sind wir an der Reihe, also der Pole möchte den Reisepass und Fahrzeugschein haben, na gut soll er haben.
Theater Lviv
Nun geht das Spiel auf der ukrainischen Seite los. Der erste kuckt ob wir einen Pass und Fahrzeugschein habe, dann geht er ums Möppi rum, malt das Kennzeichen ab auf einen Zettel, den bekomme ich und darf zur nächsten Stelle. Ahja Passkontrolle, also Pass, Fahrzeugschein und Zettel. Wir dachten das wars aber keine 10 m weiter, wieder Zettel + Pass + Fahrzeugschein diesmal Zollkontrolle. Alles eingesammelt, Helm und Handschuhe an und los. Huch da ist ja noch ein Häuschen mit Tor, der möchte jetzt den Laufzettel haben und dann dürfen wir endlich in die Ukrainie. Ich kenne sowas ja auch noch, aber durch EU bin ich mittlerweile verwöhnt.
Kurz nach der Grenze wechselt Ralf noch Euronen in Gremlins (Griwna) und dann geht’s los schnurgerade Richtung Osten.
Das geradefahren so anstrengende sein kann, wollte ich zuerst nicht glauben, ist aber so. Einzige Abwechslung dazwischen war eine Baustelle.
Strassenbahn-Enduro
In Lviv versuchen wir zu uns zu einem Hostel lotsen zu lassen, im Verkehr gilt jeder gegen jeden, bei der Umfahrung einer Baustelle kriege ich Schweissausbrüche, Straßenbahnschienen im Kopfsteinpflaster und ungelogen teilweise 10-20 cm Höhenunterschiede.


Mopetts werden abgestellt, Ralf geht auf Hostelsuche und ich bewache die Qe. In dreien versuchte er sein Glück, 5., 3. und 2. Stock in manchen nur die Mehrbettzimmer. Dann mache ich noch den Vorschlag Hotel, ich hätte im Internet noch was günstiges gesehen. Also hin, von außen nicht wirklich als Hotel erkennbar, aber voll und ganz ok, eigenes Zimmer, eigenes Bad und die Motorräder können auch bewacht abgestellt werden.
versteckter Parkplatz

Gebongt, in der Zwischenzeit zerfließe ich bei der Hitze. Die Qe kommen zum Abladen direkt vor den Eingang, und ich fange an alles raufzuschleppen und Ralf bringt die Qe weg. Ich war schneller mit schleppen, und gönne mir eine Dusche und wieder Mädchen werden. Ralf gönnt sich dann auch eine Dusche und wir ziehen los in die Stadt.