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Freitag, 1. Oktober 2021

Delphi - Leptokarya

Frühstück über den Dächern von Delphi
Gestern haben wir Frühstück für 8h morgens geordert weil wir noch in das Museum wollen. Frühstück wird auf einem Tablett pünktlich ans die Zimmertür gebracht. Wegen Covid ist frühstücken im Saal nicht möglich. Okay dann halt so. Es ist in der Nacht ziemlich abgekühlt. Aber wir trotzen der Kälte und frühstücken auf dem Balkon über den Dächern von Delphi mit Blick auf den Golf von Korinth. 
 
Weil das Wetter ehr schattig ist, entscheiden wir uns mit den Motorradklamotten ins Museum. Aber erst einmal das wichtigste TANKEN. Mein Moto braucht Sprit. Ralf fährt sie aus der Garage raus, gleich gegenüber ist die einzige Tankstelle in Delphi. Doof wir können nicht tanken, weil Computer kaputt ist, wir sollen 10 km bis Arachova fahren. Liegt in der Richtung des Museums, also erst Museum, dann tanken und dann weiterschauen. 
 
Regenbogen am Morgen
Im Museum ist um 9h schon einiges los, es öffnet nämlich schon um 8h. Die Ausstellung ist interessant und beeindruckend. Als wir rauskommen fange ich noch einen Geocache und nun die nächste Tankstelle ansteuern. Das Navi meint 7 km zur nächsten BP. Tja das war ein kalter - da ist keine Tanke sondern nur ein Restaurant.
 
Naja Arachova ist noch 4 km entfernt, das schaffe ich noch. Tanken haben wir geschafft, nun erstmal einen Cappuccino. Wir beratschlagen ob wir noch den Athene-Tempel besichtigen wollen. Ich meine der ist kostenlos, den schauen wir uns ein andermal an. Ralf grinst und erinnert mich daran das wir schon einiges uns angeschaut haben als es nix gekostet hat, und nun Geld dafür verlangt wird, siehe Paradebeispiel Parc Guell in Barcelona. 
 
Okay das Argument zieht, so fahren wir wieder nach Delphi und parken direkt oberhalb des Tempels und machen einen Spaziergang. Ralf hat recht, wir hätten uns geärgert. Ein typischen "wenn wir schon da sind". Es ist mittlerweile 12:30 und wir haben ca. 20 km geschafft bis wir fahrtechnisch in die Gänge kommen. 
 
Ungefähr 15 km später biegt Ralf zu einer Tankstelle ab. Regensachen anziehen, es hat schon leicht getröpfelt aber die schwarzen Wolken und der Nebel sind direkt vor uns. Leichter Regen und nach den sonnenverwöhnten Wochen empfinde ich die 10 Grad als saukalt. Der Wind tut außerdem sein bestes einem jede Kurve zu versauen. So taumel ich durch das Parnass Gebirge. 
 
Kurz vor Lamia hört der ganze Spuk auf. Hier sind wieder Baumwollfelder und zwar direkt an der Straße. Wir halten an, ich will man an einem Büschel zupfen ob die leicht abgehen und wie sie sich anfassen. Zupf und schon halt ich ein flauschigen Baumwollpuschel in der Hand. Weich und leicht zum abzupfen, spannend ist das an manchen Pflanzen Blüte, Knospe und aufgeplatzte Knospe gleichzeitig sind. 
 
Das Navi will auf die Autobahn, ich umfahre das elegant bis es das macht was ich will. Hinter Farsala machen wir eine späte Mittagspause in einem Esstempel der stündlich 100 Gäste durchfüttern kann. Außer 4 Polizisten sind wir die einzigen Gäste. Kann auch an der Uhrzeit liegen. Es gibt Meatballs in Tomatosauce with potatos. Alles gut. Außerdem ein gut funktionierendes WiFi. Hier überlegen wir bis zu welchen Ort wir noch wollen und schauen gleich nach Zimmern. Der ursprüngliche Plan mit Larisa wird nach der ersten Suche sofort fallengelassen. Da fahren wir lieber noch ein Stück weiter und übernachten günstiger. 
 
In Leptokarya finden wir das Olympos Hotel. Super wir haben einen Plan. Wir umfahren Larisa auf einer Umgehungsstraße mit etlichen Kreisverkehren und vor manchen Kreisverkehren gibt es auch noch zusätzlich eine Ampel. Komisch ist aber so und wir kommen heil durch. Kurz vor Leptokarya tanken wir nochmal und rollen dann zum Hotel. Zimmer ist okay mit kleiner Kochnische, Pool wäre auch vorhanden aber es ist in meinen Augen schon zu spät. Ein Spaziergang am Strand entlang und wir landen im Zorbas.


Donnerstag, 30. September 2021

Poulithra - Delphi

Bye George
Geweckt hat uns ein aufdringliches Summen, Decke über den Kopf hilft leider nicht, irgendwie war heute Nacht viel weniger Wind und die blutsaugenden Biester haben ihren Weg zu uns gefunden.
 
Während ich noch bissl lese erschlage ich 3 und höre trotzdem immer noch das unangenehme Summen. Erstmal frühstücken und fertigmachen. Weil so lieb gibt es ein extra Trinkgeld an den Papa weil so freundlich. Er schmunzelt und gibt das Geld dem Zimmermädchen. Beim Verabschieden wollen wir noch ein Gruppenbild und erfahren das unser Zimmermädchen Afrodite heißt - das finden wir super schön. 
 
Alles aufs Motorrad und es geht Richtung Norden, erstmal wieder über die Küstenstraße bis Myli, dann weiter auf eine Europastraße bis zur Autobahn Patras - Korinth. Maut ist fällig - 1,70 und dann noch mal 1,90 und noch etwas um die 2 Euro rum. Von unseren 330 km sind ca. 90 km Autobahn, da es von Korinth bis Megara wenig Alternativen gibt die schnell sind. Hinter Megara wollen wir wieder auf die Landstraße - das Navi meint noch eine Ausfahrt und erst als ich mich wie gewünscht eingefädelt habe sehe ich das wir da hätten raus müssen. Mist - also nächste raus und sich quer auf die EO3 routen lassen. 
 
Es geht bis Thiva und dann über die EO48 weiter bis Delfi. Hier sehe ich zum erstmal Pflanzen mit was fluffigen weißen. Kann das Baumwolle sein? Anhalten genauer kucken - Foto machen - ja ist Baumwolle. Ein paar Kilometer später sehen wir Traktoren beladen mit der weißen Pracht und am Straßenrand sieht es aus als ob lauter weiße Watte rumliegt was fast so zutrifft. Übrigens obwohl Europastraßen sind diese doch ganz nett und fix zu fahren. 
 
So kommen wir um 15:30 bereits im Hotel Nidimos an, in die TG fährt Ralf rein, sehr spannend und wir bekommen ein Zimmerupgrade. Umziehen und gleich zur Ausgrabungsstätte. Das Ticket ist auch noch für das Museum gültig, können wir aber auch morgen machen, kann halt nur einmal gescannt werden. Delphi ist schon beeindruckend. Die Touristenschar hält sich in Grenzen und wir stiefeln einmal durch das Gelände bis zum Stadion. Der Höhenunterschied auf dem Gelände ist beträchtlich. Das Museum legen wir auf morgen, da wir unsere Sachen und Motorräder auch länger stehen lassen können. 
 
Es ist ziemlich frisch hier in den Bergen. Ich schleppe mal seit langem beide Taschen rauf um umzuräumen, die Badesachen haben ausgedient und die Jeans und der Fleecepulli müssen wohl nun in die Tagestasche. Ralf sucht noch ein Restaurant aus und wir landen in der Taverna Dion. Menu für 10 Euro dazu Bier und Wein und alles ist gut. 
Dann noch ein Spaziergang durch Delphi und zurück ins Hotel mir ist nämlich kalt. Die Routen für die nächsten Tage auf die Navis schubsen und dann reicht es für heute.