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Donnerstag, 3. Juni 2021

Einfach mal weg

Heute ging es nach Slowenien. Etwas Normaliät genießen, normalerweise haben wir im Juni schon die ersten paar Tausend Kilometer abgespult, dieses Jahr ist es unsere erste Urlaubour. Nachdem ich vor Wochen rausbekommen habe, das man mit der ersten Astrazeneca Impfung ohne Probleme nach Slowenien kann, stand unser Reiseziel fest. 

Erst noch ein bisschen überlegen, ich wollte eigentlich nach Maribor, aber Ralf nach Ljubljana. So haben wir schon mal nach Zimmern geschaut und unsere präferierten Galeria River Rooms hätten auch Platz, da stolpere ich über die ChaChaRooms, am anderen Ende der Fußgängerzone und nach ein paar Tagen fällt der Preis um 50 Euro, da schlagen wir doch glatt zu. 

Somit war ein Ziel gesetzt und ich machte mich an die Planung. Spontan schreibt Ralf auch noch Klaus an, und wir verabreden uns für Samstag in Slowenien beim Bärenwirt. Klingt fast wie beim braven Soldaten Schwejk, um 5 nach dem Krieg treffen wir uns. So passe ich die ursprüngliche Routenplanung nochmal an. 

Eine große Tasse Tee für mich und ein Joghurt für Ralf und ein paar Espresso und dann geht es los. Erst nach Dorfen, dann Autobahn, mein 396 ärgert mich, da er bei jedem so kleinen Schwenk neu berechnet, aber wir schaffen es bei Tittmoning über die Grenze nach Österreich. Kein Grenzer, keine Kontrolle - super der Plan funktioniert. Wir wollen nämlich die großen Grenzübergänge vermeiden, wie z. B. Salzburg. So landen wir nördlich von Salzburg, einmal quer durch und erst wieder in Anif auf die Autobahn. Ein kurzer Blick auf Google bestätigt unser Vorhaben, Stau auf der deutschen Seite bei der Einreise nach Osterreich. 

 

Anfahrt Obertauern
Bei Eben im Pongau verlassen wir wieder die Autobahn und fahren Richtung Radstadt und Obertauern.
Wintersportorte sehen im Sommer sehr trist aus, auch wenn viele Motorräder hier stehen und doch einiges an Verkehr hier ist. Nach Obertauern geht es weiter Richtung Osten, über die Turracher Hohe, eine meiner liebsten Strecken, relativ wenig los. 

15 km vor Klagenfurt leuchtet das gelbe Lämpchen der Tankanzeige auf, Reserve - meine F800GS will Sprit. Kurz Ralf an gefunkt und wir nehmen die erste Tanke die wir sehen. Langsam rolle ich rein und falle um. Doof gelaufen, Finger an der linken Hand sind geprellt und Daumen rechts etwas gezerrt. Später meint Ralf da lag ein Papier und ich scheine genau auf dem weggerutscht zu sein. Shit happens. Wir tanken und auf den Schreck machen wir eine Pause beim McD in Klagenfurt. 

Meine 16 Stunden Fastenzeit sind längst vorbei und ich hatte heute auch noch nicht so viel getrunken. Das Wrap inhaliere ich regelrecht und mein Kreislauf kommt wieder auf Touren. 

Loibl mag ich, nur ich versuche gerade sehr Piano zu fahren und das Kuppeln zu vermeiden. Ich hoffe das beruhigt sich noch. Ralf hält brav am österreichischen Grenzhäuschen - wir werden durchgewunken. Auf der slowenischen Seite sitzt sicherheitshalber gleich garkein Grenzer. 


So rollen wir weiter nach Kranj und dann nach Ljubljana, die Strasse in der unsere Unterkunft liegt, haben wir schnell gefunden, es ist eine Einbahnstrasse und es gibt eine Schranke. Wir bleiben davor stehen und Ralf spaziert zum Check-In beim H2O Hostel. Zumindest stand in der Buchungsbestätigung das wir uns dort melden sollen. Ist knapp 100 m hinter der Sperre. Er kommt mit einer netten Dame zurück die ihm gezeigt hat wo wir die Motorräder hinstellen sollen und wir bekommen unsere Schlüsselkarten. Zimmerchen ist putzig mit Blick auf die Burg, haben wir extra gebucht - im Erdgeschoss würde ich nicht wohnen wollen. Es gibt auch einen Wasserkocher und einen Kühlschrank. Super dann kann ich mir morgens meinen Tee machen bevor wir losziehen. 

Etwas frisch machen und dann schlendern wir durch die Stadt und wir landen beim Pops Place Burgerladen. Zwar nicht typisch slowenische Küche, aber lecker. Wir gönnen uns Fish and Chips und einen Silverton Burger und leckeres Bier. So gestärkt schlendern wir durch die Stadt und fangen uns ein leckeres Blaubeer- und Pistazieneis. Den Abend lassen wir im fany&mary  bei einem Bier ausklingen. Dabei tippe ich fröhlich in meinen Tablet und hoffe das die Finger morgen weniger dick sind und ich wieder Kuppeln kann. Ansonsten müssen wir mal umdenken oder ich spiele Sozia. 

 

Ljubljana










Freitag, 4. September 2020

Burg Oybin und Schmalspurbahn

Die Zittau Historik beginnt heute. So war unserer erster Gang zum Bahnhof Zittau um die Tickets zu kaufen. Praktisch wenn das in fußläufiger Entfernung ist. Weil ich ein Faible für buntes habe, darf auch die Eisenbahnbrause mit. Sie ist weniger süß, als die ähnlich farbenfrohe Limo in Polen.

Ralf hat auch gleich die Frage gestellt ob er eine Genehmigung bekommt für die Drohne, konnte die Dame leider nicht entscheiden aber wir sollen doch mal persönlich vorsprechen so fahren wir zur Station Zittau Vorstadt. Die Dame hört sich unser Anliegen an, und meint das es sehr kurzfristig wäre. Sie meldet sich nochmal per Telefon. Sie muss das abklären da wohl schon einige andere Drohnenpiloten an der Zittau Historik unterwegs wären.

So fahren wir wieder zurück, mittags kommt dann der Anruf. Es wären schon zu viele mit Drohne unterwegs, Ralf darf nicht. Schade, aber zumindest wissen wir nun das wir die Drohne nicht mitnehmen müssen.







Die Fahrten im Rahmen der Historik starten erst am Nachmittag. So fahren wir erstmal mit Auto nach Oybin. Hier erleben wir Kundenfreundlichkeit par excellence. Wir wollen mit so einem Zubringerzügle auf den Hochwald. Tickets kann man beim Fahrer kaufen. Es gibt ein Schild das man genau hier warten soll. Das Zügle steht ca. 40 m entfernt und der Fahrer sieht aus als ob er Pause macht. Bei besagten Schild stehen auch schon einige Leute die auch alle auf den Hochwald-Express warten. Der Zug setzt sich in Bewegung und alle gehen einen Schritt zur Seite damit er bei dem Schild anhalten kann. Tja - er fährt einfach durch und ignoriert alle die da stehen. Stirnrunzeln unsererseits, fragende Blicke - was war das? Kommt da noch ein anderer? Muss er vielleicht tanken fahren? Palaver und alle wundern sich. 

Ralf zückt das Telefon und ruft die Telefonnummer an die angegeben ist und fragt ob der Fahrer wieder kommt oder ein anderer? Der Fahrdienstleiter kontaktiert den Fahrer, nö er fährt jetzt komplett leer auf den Hochwald. Wir hätten ja hingehen können und fragen, ist sozusagen unser Pech das er ohne uns gefahren ist. Super - ich bin richtig stinkig und angefressen und hab schon so garkeinen Bock mehr. Nur weil Mama so schlecht zu Fuß ist lass ich mich bequatschen dann halt den nächsten Zug zu nehmen nicht zum Hochwald sondern auf die Burg Oybin.

Dann noch den obligatorischen Obulus entrichten und wir dürfen durchs Drehkreuz auf die Burg. Die Burg lohnt sich zum erkunden. Toller Blick auf die Schmalspurbahn. Wäre sicher ein tolles Bild wenn eine Dampflok käme, kommt sie aber nicht. Falsche Zeit und ich habe den Fahrplan nicht im Kopf. Aber so schlendern wir mal durch, ich fange ein paar Geocaches und dann geht es zu Fuß wieder runter. 

Burg Oybin











So haben wir einen Großteil des Tages rumgebracht.

Es geht zurück nach Zittau und nun ist Bahnfahren angesagt.

Die Bahn macht ordentlich Dampf. Wir fahren im offenen Wagen nach Bertsdorf. Alle reden von Feinstaub, das was die Lokomotive rausdampft ist ehr Grobstaub. Richtig kleine Bröckelchen, solange man die nicht in die Klamotten einklopft rieseln sie einfach nur runter. 

Hier stehen auch die Oldtimerautos. Meistens Fahrzeuge aus der ehemaligen DDR, Tschechoslowakei, Russland.... also all die Fahrzeuge die auf einem Treffen in Bayern die totalen Exoten wären.

Bertsdorf

Donnerstag, 3. September 2020

Auf zur Zittau Historik

Wir waren ja erst letzen Monat bei meinen Eltern, aber sie haben uns letzes Jahr schon von der Zittau Historik vorgeschwärmt, und trotz Corona findet sie dieses Jahr wieder statt. Das wollen wir uns diesmal nicht entgehen lassen. 
 
Da diesmal im Vordergrund steht mit der Dampfeisenbahn zu fahren, entschließen wir uns diesmal das Auto zu nehmen und weil es Sommer ist, ist natürlich das Cabrio das ideale Fahrzeug. Also erstmal frühstücken, eingeladen haben wir gestern abend schon und es geht erstmal Richtung Osten. 
 
 Um Prag ist Stau und so entscheide ich Prag diesmal nördlich zu umfahren. Ein kleiner Abstecher in eine Seitenstrasse und wir fangen und in einer Konditorei Cappucchino und was Süsses. In diesem Fall Laskonky und Kokosky. 
 
Erst ab hier gehen wir auf das letzte Stück Autobahn. Vorbei an Mlada Boleslav, Liberec und winziges Stückchen durch Polen und dann wieder nach Deutschland. Mama hat schon auf uns gewartet und sie und Michael sind schon am Pilze putzen. Ihre heutige Beute aus dem Wald. So gibt es Pilzgulasch mit böhmischen Knödeln zum Abendessen. 
 


Sonntag, 16. August 2020

Zittau - Berglern - auf kleinen Straßen durch CZ

Da wir einen Tag später als geplant heimkommen, wollen wir früh los. Der Wetterbericht ist für heute toll, Route habe ich über kleine Straßen durch Tschechien geplant bis Bayrisch Eisenstein und dann schauen wir mal was die Uhr sagt.

So sind wir um 8:30 schon in Polen zum günstigen tanken und dann nach Tschechien und es geht über kleine Straßen mehr oder minder ziemlich direkt Richtung Bayrisch Eisenstein.

Es war gut das wir nicht gestern gefahren sind, die kleinen Straßen sind teilweise mit noch nassem Schlamm bedeckt.
Bis auf ein kurze Stücke Schnellstraße, weil es paralell keine kleine gab, fährt es sich toll. Spannend finde ich den Schotterweg der direkt auf die Schnellstraße führt.

Pause in Tuchlovice
Ein bißchen Umleitungskreiseln und dann gönnen wir uns eine Pause in Tuchlovice.

Die Route macht Spaß, kostet aber auch Zeit, kurz nach 16:00 queren wir die Grenze. Kurz absprechen, noch weiter trödeln oder über Bundesstraße und Autobahn heim? Letzteres, also B11 bis Hengersberg und dann auf der A92 heimfliegen. Kurz vor 18h sind wir zuhause.



Der Trip durch Polen hat sich gelohnt und wir werden sicher nochmal hinfahren, vielleicht mit mehr Zeit und noch weiter Richtung Osten.
17:59 Punktlandung