Drop Down MenusCSS Drop Down MenuPure CSS Dropdown Menu

Freitag, 8. Oktober 2021

Brunn am Gebirge - Berglern

Klaus holt Brötchen und es gibt noch ein tolles gemeinsames Frühstück bevor er los muss. Wir packen unsere Sachen wieder auf die Motos und mummeln uns ein. Heute ist zwar kein Regen vorhergesagt aber es wird auch nicht wirklich warm. Vor allem nach dem tollen Wetter die letzten Wochen. 
Klaus hat uns noch gestern Abend den Tipp gegeben die Vignette für die Autobahn online zu buchen, wenn man als Unternehmen kauft fällt diese 14 Tage Frist weg und man kann quasi ab sofort die Vignette buchen und nutzen. Haben wir gestern noch gemacht und die Bestätigung via Mail erhalten. So können wir als erstes auf die Autobahn um etwas Strecke zu machen. 
 
In Ybbs an der Donau halten wir mittags zum tanken und für einen Mittagskaffee. Für etwas Gebäck, Kaffee und Tee werden 12 Euronen fällig, wir sollten uns wieder an andere Preise gewöhnen. Autobahnfahren ist fad, aber es ist nicht wirklich warm und ich will einfach nur ankommen. Das Navi meint das ich in Ort runter muss bei kürzester Strecke, ich weiß aber das Ried richtig wäre, leider war ich gerade mit Tunnelblick unterwegs und verpasse die Ausfahrt. 
 
Egal dann halt doch Ort, ich entscheide einen von uns noch nicht genutzten Grenzübergang zu nutzen. Ich habe auf der Karte gesehen das in Oberberg am Inn auch eine Brücke nach DE ist. Also das letzte Mal tanken und über den Inn nach DE. Wir fahren etwas 388 und etwas nebenher das wir um 16h endlich zuhause sind. 
 
Wassereinbruch
Erste Amtshandlung: Wasser an, Heizung an, Espressomaschine an. Gepäck abladen - mist Wasser im rechten Koffer, das schauen wir uns morgen genauer an. 
Heiß duschen - Espresso und dann noch los bissl einkaufen. Obst und Gemüse und etwas Wurst beim Metzger. 
Zum Abschluss unserer Griechenland-Reise wollten wir zu unserem Lieblingsgriechen, aber leider hat er keinen Platz für uns, so landen wir bei einem anderen Griechen - ist okay aber muss nicht nochmal. Taschen sind ausgeräumt, alles geht morgen in die Wäsche und dann beginnt das Foto sichten.

 
 
Entladen
Mitbringsels

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Pecs - Brunn am Gebirge

Nachdem wir gestern Abend keine Bäckerei gesehen haben die in Laufweite lag und an einer angegeben Adresse nichts auf ein Pekseg (Bäckerei auf Ungarisch) hinwies, haben wir entschieden erstmal losfahren und dann unterwegs etwas fangen. Aber beginnen wir doch mal am Morgen, ich mache mir einen Tee, Ralf verzichtet komplett, wir sind früh auf und packen unsere Sachen zusammen, das Wetterradar wird durch warten auch nicht besser. Wir haben gestern gesagt das wir zwischen 9 - 10 Uhr loswollen. Die Motos stehen im Hof, es regnet nicht stark aber beständig. 
Also aufladen und dann will Ralf das Garagentor öffnen damit wir rauskommen, geht nicht steht ein Auto davor. Wir klingeln bei unserer Gastgeberin, sie versucht es, aber das Auto ist immer noch da, sie verschwindet und eine nicht glückliche Tochter kommt raus mit einem Autoschlüssel und geht raus und kommt gleich wieder zurück, ist nicht ihr Auto. Okay… dann ist es wohl der andere Gast im Haus. Die Gastgeberin geht zum anderen Apartment, klopft und ruft aber kein Lebenszeichen. Ralf hupt - auch keine Reaktion. Wir bekommen erstmal einen Kaffee serviert. 
 
Währenddessen haben die beiden sich was neues überlegt, den verschollenen Gast anrufen. Ein paar Minuten später kommt die Tochter mit einem Schlüssel in der Hand und versucht das zweite Apartment aufzumachen, funktioniert nicht Gastgeberin versucht ihr Glück, funktioniert immer noch nicht. Tochter rennt mit dem Handy telefonierend wieder rein. Etwas Zeit vergeht, neuer Schlüssel, Wohnung geht auf. Gast hat schlauerweise Autoschlüssel da gelassen aber wohl keinem Bescheid gegeben. Tochter schnappt sich Autoschlüssel und fährt Gastauto weg und wir können endlich unsere Motos frei lassen. Die ganze Aktion hat fast eine Stunde gedauert. 
 
Der Regen ist leider nicht weniger geworden. So fahren wir bei Regen bis zum Balaton, mittlerweile ist Mittag. Für einen Kaffee haben wir bis dato nicht angehalten und auch nix gesehen. Aber wir sind uns schon über Funk einig das eine Pause recht wäre zum Aufwärmen. Bei Marcali biegen einige Fahrzeuge zur Czarda Loki ab, wir auch, sieht zumindest nach Leben aus. Super nett auch als wir Regenspuren hinter uns herziehen. Suppe wäre schön, es gibt ein Mittagsangebot, Rindersuppe mit Nudeln und Gemüse - der Kellner hat es kaum geschafft auszureden als wir ihm ins Wort fallen, nehmen wir. Kaffee für Ralf, Tee für mich und Suppe für uns beide, dann noch überbackene Palatschinken mit Reise. Nach der Pause geht es uns etwas besser, die Handschuhe sind immer noch nass. Egal wir fahren weiter.
 
Bereits vor der Mittagspause hat mein Navi angefangen mich zu ärgern, es regnet ja in einer Tour, ich bin auf meiner Route, auf einmal die Meldung, dass das Kabel keine Verkehrsmeldungen nicht unterstützt. Ist mir klar aber warum will es mir das gerade jetzt erklären? Auf einmal ist die Ansicht verstellt, meine Reisedaten sind weg, nur noch Karte, also wieder zurückstellen, dann wieder der Auswahlschirm. Dann wieder Karte ohne Reisedaten, dann wieder falsches Kabel. Fast jedes Mal hab ich wenn ich das bemerkt habe wieder zurückgestellt. Ralf muss vorfahren bei dieser hin- und herhopserei zwischen den Ansichten ist es schwierig die Route einzuhalten. Irgendwann finde ich heraus warum es so spinnt. 
In der rechten unteren Ecke klammert sich ein Regentropfen am Rahmen fest. Bei entsprechend welliger Piste schaukelt er sich immer so auf, das er immer auslöst. Das ist halt in dieser Ecke einmal das X um die Reisedaten zuzuklappen, wenn die weg sind, sind die 3 Punkte da um ins Auswahlmenue zu kommen und da ist in der rechten unteren Ecke der Verkehrsfunk. Fehler gefunden, aber selbst sehr aufrecht stellen hilft nicht. 
 
Ich folge einfach Ralf und gut ist. Wir fahren auf die Nordseite des Balaton und dann auf die 84 Richtung Wien. Es regnet immer noch, schön dass ich bis auf die Hände trocken bin, ich bin in der Kombi eingemummelt und träume davon das der Regen aufhört und die Sonne rauskommt. In Sarvar tanken wir und machen noch eine Pause in einem Café, guter Tee und Ralf bestellt einen Brownie. Es kommt nach ein paar Minuten ein nicht so kleiner Brownie mit einer Kugel Eis. Lecker, das stärkt und motiviert zum Weiterfahren. 
 
Ungefähr noch 2 Stunden Fahrt, wir geben Klaus und Gerelee unsere Ankunftszeit bekannt. Am Grenzübergang in Sopron werden wir einfach durchgewunken, ich bin dem Grenzer einfach nur dankbar. Jetzt noch anhalten und mit den klatschnassen Pfoten die Papiere rausfischen braucht es wirklich nicht. Der Regen ist weniger geworden und mein Navi hüpft nicht mehr so hektisch durch die Menüs. Allerdings schickt es uns auf die mautpflichtige Autobahn obwohl wir sie ausgeschlossen hatten, also nächste Ausfahrt gleich wieder runter. Dann versuchen wir unser Glück bei Tankstellen um die Vignette zu bekommen, was nicht klappt. 
 
Danke Klaus
So dauert es bissl länger als geplant anzukommen da wir durch viele Ortschaften durch müssen. Als wir endlich da sind, werden wir warm willkommen geheißen und bei der warmen bzw heißen Dusche tauen auch unsere Lebensgeister wieder auf. Die waren auf den letzten Kilometern schon etwas apathisch und durchgefroren. Es gibt fantastisches Gulasch mit tollen Tomatensalat mit Kürbiskernöl. Sie haben dunkles Bier für mich und Wein für Ralf ich könnte vor Glück fast heulen. 
Wir haben viel zu erzählen und Klaus und Gerelee grinsen beide nur weil sie fast genau die gleichen Orte wie wir vor ein paar Jahren besucht haben. Nach ein paar kurzen verziehen wir uns, Klaus muss morgen raus. Wir mummeln uns ein schlafen auch gleich ein.

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Belgrad - Pécs

Obwohl laut Ralf gestern Nacht der Wind gewütet hat, hab ich gut geschlafen und nichts mitbekommen. Erstmal ein Spaziergang zum Bäcker um die Ecke, Frühstück fangen. Ohooo sie haben auch Krempita, die muss mit, Ralf grinst nur und meint die kriegen wir aber nicht auf dem Motorrad transportiert. Auch wenn sie toll verpackt ist. Sie und noch ein paar andere Kleinigkeiten dürfen mit zum Café. Hier guten Cappuccino und dazu meine Kremschnitte. Lecker.
 
Zurück zum Apartment und in die Motorradsachen packen. Da Regen vorhergesagt ist, hänge ich Sommer- mit Regenjacke auch gleich zusammen.. Ralf bringt die Motorräder raus damit wir den Drücker für die Schranke in den Briefkasten werfen können. Handtasche und Kamera in Tankrucksack. Klamottentasche in Alubox, Schlüssel einstecken… Moment… Navi? Wo ist das Navi? Wann habe ich es zuletzt gesehen? Panik… Gestern gesehen als ich es vom Motorrad abgemacht habe. Handtasche ausräumen - nix, Topcase durchwühlen - nix, Jackentaschen - nix. Die Klamottentasche will ich nicht hier auseinandersortieren. 
 
Glücklicherweise hat Ralf den Apartmentschlüssel noch nicht eingeworfen. Also schnappe ich mir den Schlüssel und will wieder rauf um zu kucken ob es vielleicht doch irgendwo liegt. Während ich zurück stapfe griffel ich nochmal alle Taschen der Kombi ab, auch am Rücken. Moment der Protektor ist aber komisch, jipeee ich hab das Navi gefunden es ist wohl aus der Jackentasche rausgerutscht als ich die beiden zusammengehängt habe und dann zwischen die Jacken am Rücken rein. Zurück zu Ralf und bitten das da irgendwie rauszufischen. Tag gerettet wir können endlich los.
 
Kaum sind wir 2 Straßen weiter kommt die Meldung "LAMP" im Display, mein Abblendlichtbirnchen ist hops gegangen. Ralf Bescheid gegeben, er meint ich soll brav hinterherfahren, wir wollen ja eh als erstes tanken und dann kucken wir mal. Das Navi schickt uns gleich auf die Autobahn, dann halt da eine Tankstelle. Wir haben ob des Wetterberichts entschieden bis kurz vor die kroatische Grenze Autobahn zu fahren und dann über Landstraßen mindestens bis Pécs. Kaum sind wir aus Belgrad raus fängt es das nieseln an. Stetig und unangenehm.
 
An der Tankstelle halten wir und Tankwarte strafen uns mit Nichtachtung, Motos werden von diesen sich gut unterhaltenden beiden nicht bedient. Okay, dafür haben wir auch kein Problem die Zapfsäule länger zu blockieren. Erst tanken, dann Birnchen raus und kucken was wir brauchen, in der Tanke neue holen und wieder einbauen. Alles fein. Wir verlassen die Autobahn bei Kuzmin und es werden pro Mopett 160 Dinar fällig, also keine 2 Euro.
 
Eine kleine Kaffeepause, bzw. Teepause und weiter. Grenze Serbien - Kroatien. Mittlerweise hat der Regen wieder aufgehört. 
 
Wir kommen nach Vukovar, hier waren wir schon 2013. Der Wasserturm sieht irgendwie verändert aus und es gibt einen Parkplatz. Gleich mal kucken fahren. Es ist jetzt im Turm ein Museum und es gibt einen Aufzug. Wenn wir schon da sind…. 
Eine nette sehr gut englisch sprechende Dame geleitet uns im Aufzug nach oben und erklärt und bissl was und das wir solange bleiben können wie wir wollen. Man kann auch aufs Dach des Wasserturm wo die Kroaten ihre Flagge gehisst haben. Wir gehen erst ganz rauf da es nicht regnet und ein Hauch von Sonne rausspitzt. Gut gemacht und ebenfalls sehenswert.
 
In Osijek machen wir eine Mittagspasue und schauen nochmal aufs Wetterradar und buchen ein Zimmer in Pecs. Wir nehmen den Grenzübergang Donj Miholjak. Denn kenn wir noch nicht, hier ist nix los, kurze Kontrolle und weiter. Pecs ist nur noch 35 km entfernt. In Harkany tanken wir nochmal und dann husch nach Pecs, es hat nämlich wieder zu regnen begonnen. Die Stadt ist größer als erwartet und wir sind froh anzukommen. Die Motos dürfen in den Hof, gerade rechtzeitig bevor der Dauerregen beginnt. Wir wärmen uns etwas auf und ziehen dann los um etwas zu Essen zu fangen. Das Istvan ist eine typische Einheimischen Kneipe aber hat leider schon zu und so landen wir im Fiaker. Netter Service, Essen lecker und wir bestreiten den steilen Rückweg. 
 

Dienstag, 5. Oktober 2021

Kragujevac - Belgrad

Gute ausgeschlafen, ein akzeptables Frühstück und nachdem Ralf gestern von dem Denkmal zwecks des Massakers in Kragujevac was erzählt hat und von dem Denkmal Kosmaj und wir ja viel Zeit haben (okay es wird wie immer am Ende eng) habe ich die Idee (wenn wir schon da sind) zu diesem Denkmalpark zu fahren. 
Das Navi lotst brav, nur ich habe den Punkt nicht ganz so optimal gesetzt da Garmin diese Sehenswürdigkeit nicht kennt. So landen wir direkt im Ausstellungsgelände, bis wir zum Museumsparkplatz kommen. 
Ticket kostet 100 Dinar pro Nase und der nette Mitarbeiter an der Kasse schaut etwas erstaunt das wir Tickets wollen. Wir zahlen brav und bekommen einen Plan und Info ausgehändigt. Im Erdgeschoss ist eine Ausstellung von Comics zum Krieg, teilweise schon sehr böse. Der nette Mitarbeiter kommt noch aus seinen Glaskasten raus um uns zu sagen das im oberen Stockwerk auch alles in Englisch beschrieben wäre. Total nett. Im ersten Stock angekommen ist das schon heftig. 
Die Ausstellung ist sehr interessant gemacht und sehenswert. Dann wollen wir uns noch die Denkmäler ansehen, der nette Museumsmensch meinte wir müssen laufen. Da führt doch eine Straße durch, ähm - ja - nö - gesperrt für Fahrzeuge außer Fahrräder. Ich bin ein Fahrrad, ist auch wenig los. Wir kommen zum Freiheitsdenkmal und rollen weiter, hier ist emsiger Betrieb, die Gärtner fahren Rennen mit ihren Rasenmähern und es wird gebuddelt was das Zeug hält. Vielleicht für eine bevorstehende Festivität? Jahrestag ist der 21. Oktober. Wir wissen nicht was, außer dass diese Straße auch erneuert wird und wir dann doch umdrehen müssen. Das Navi protestiert vehement das wir verkehrt in der Einbahnstraße unterwegs sind, aber das geht grad nicht anders. 
 
Nächstes Ziel ist das Denkmal auf dem Kosmaj - hat Ralf gestern im Internet entdeckt und liegt auf unserem Weg nach Belgrad. Der Weg ist schön, wir sind wieder einmal auf einer Weinstraße unterwegs. Es ist angenehm warm nur ziemlich windig. Das Denkmal Kosmaj ist auch schnell gefunden und wir erwischen die Seite mit dem wenigsten Stufen zum Aufstieg. Ralf will hier die Drohne steigen lassen und paar Luftaufnahmen machen. Die Idee ist gut, es hapert aber am Wetter. Die tapfere kleine Mavic Air versucht ihr bestes aber schon bei 3-4 m in der Höhe taumelt sie und kann die Position kaum halten und piepst um Hilfe. 30 m hoch? Keine gute Idee, also keine Luftaufnahmen. Jetzt haben wir schon genügend Zeit vertrödelt das wir voraussichtlich um 15h in Belgrad ankommen. 
Wir vermeiden die Hauptstraße und fahren direkt nach Belgrad rein, nicht die vorgeschlagene Autobahn. Fürs nächste Mal merken - mautfrei Autobahn ist für Belgrad rein oder raus meist die bessere Variante. 
 
Wir kommen über einen Boulevard nach Belgrad, 2 Spuren in jede Richtung und dann ein gigantischer Kreisverkehr, spannend, hier fährt jeder irgendwie, wir auch soweit es geht. Mein Blümchen meint es ist heiß und der Lüfter schaltet sich immer wieder ein. Noch zwei weitere Kreisel und ab hier geht es ganz gut, es ist hilfreich immer jemanden vor einem zu haben weil man an den Kreuzungen nicht immer klar erkennt wohin man will, soll oder darf. Adresse passt und wir werden gleich in Empfang genommen und in die Tiefgarage gelotst. Ziemlich finster aber Motos sind gut aufgeräumt. Kleines Apartment im Plattenbau. In der kleinen Küchenzeile sind sogar die nötigsten Sachen drin, und auch Tee, Kaffee, Zucker Salz. 
 
Wir erobern die Stadt, erst die Fußgängerzone und dann weiter nach Lokalen kucken die wir in Spotted rausgesucht haben. Zwei interessante Locations die wir ohne spotted nicht gefunden hätten. Der Belgrad Design District und das Automuseum. Auf dem Weg zum Design District entdecken wir noch den MotorPlatz eine Customizer Werkstatt mit Shop. 
 
Der Design District befindet sich in einem ehemaligen Shoppingcenter zwischen Hochhäusern, da muss man gezielt hinwollen, als Tourist stolpert man hier nicht drüber. 
Lustige Lädchen außen morbider Charme. Der nächste Punkt ist das Automuseum, eine Halle mit alten Autos, ist wohl privat und man hat mit liebe angefangen aber es sieht ein bisschen heruntergekommen aus. 
 
Das nächst Lokal das Spotted empfiehlt gibt es nicht mehr an der Anschrift, doof also wieder zurück und wir landen im Grmec. Morgen geht es nach Ungarn deswegen heute nochmal Grill. Die Portionen sind ordentlich und wir lernen wieder 350 g Fleisch pro Nase ist uns zu viel. Ich glaube wenn ich zuhause bin werde ich hauptsächlich Pasta machen mit Gemüse oder nur kleinen Fleischanteilen. Als wir das Lokal verlassen windet es immer stärker, vielleicht haben wir Glück und der Wind zerfasert die für morgen angekündigten Regenwolken. 
Der Wind ist nur unangenehm aber nicht kalt was schon mal ein Pluspunkt ist. Auf dem Rückweg ins Hostel statten wir unserer Lieblingskneipe noch einen Besuch ab, das Smokvica. Wir gönnen uns zwei Cocktails (Lavender Gin Tonic und Smokvica Spritz) und tüdeln so zurück in unsere Unterkunft. 
 
 

Montag, 4. Oktober 2021

Skopje - Kragujevac

Nachdem wir seit gestern wieder Mitteleuropäische Sommerzeit haben, wache ich früher auf. Gut geschlafen haben ich auf jeden Fall. Ich dusche aber die Hoffnung das ich wirklich heißes Wasser bekomme wird nicht erfüllt obwohl ich den Boiler gestern Abend eingeschaltet habe. Mehr als lau wird es nicht. 
Als ich aus dem Bad komme ist Ralf schon in Motorradsachen, ich kucke etwas erstaunt. Er erklärt mir die Arbeitsteilung, er holt die Motorräder aus der Tiefgarage und prüft die Ketten und spannt ggf. nach, ich gehe auf Suche nach einem Bäcker und jage Frühstück mit dem wir dann in die Cafebar 50 m weiter umziehen. 
 
Erste Bäckerei, sieht super aus, aber nimmt keine Euronen (Dinar habe ich nicht genügend) und keine Creditcard. Die zweite ebenso, die dritte hat nicht halb so viel Auswahl, nimmt aber Creditcard. Auftrag erledigt ich spaziere zurück und Ralf ist gerade fast fertig. Nochmal zurück ins Apartment und Hände waschen und wir ziehen ins Café um. 
Wir setzen uns rein, es ist noch ziemlich schattig, grade 10 Grad. Also noch weit von meiner Wohlfühltemperatur entfernt. Nach Cappuccino und Espresso die Motorradsachen anziehen und alles verstauen und raus aus Skopje. Wir werden erst auf einer Hauptstraße rausgelotst, aber Montagmorgen ist viel los. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viele mit Gottvertrauen über die 4 spurigen Straßen laufen mit der absoluten Gewissheit das der Autofahrer anhält. Und sie haben recht. Auf der Umgehungsstraße bis zum alten Autoput, hier nochmal tanken und dann los auf dem alten Autoput. Wir haben dem Navi die Mautstraße weggenommen und so fahren wir meist parallel zur Autobahn, durch Dörfer und an verlassenen Tankstellen vorbei. 
 
Kaum aus Skopje raus kommen wir an einer Müllhalde vorbei die vor sich her kokelt. Rechts und links neben der Straße liegen Plastikflaschen die aus den fahrenden Autos wohl entsorgt wurden. Auf der Strecke ist wenig los, und lässt sich auch gut fahren. Kurz vor der Grenze werden wir doch auf die Autobahn gelotst zum Grenzübergang. Grenzübergang funktioniert gut und wir wechseln hier auch gleich 50 Euro in Serbische Dinar. So rollen wir weiter bis wir ein Café entdecken. Hier gibt es serbischen Kaffee. Heißt hier in jedem Land nach dem Land ist aber überall das gleiche (griechischer, mazedonischer, serbischer Kaffee) Hier stelle ich auch fest das mich die Geldwechslerin an der Grenze beschummelt hat, ob versehentlich oder absichtlich keine Ahnung aber zurück fahre ich deswegen nicht. Statt 5746 habe ich nur 5246 Dinar erhalten, 500 weniger keine 5 Euro.
 
Als erstes Ziel haben wir Leskovac, da wollen wir eine Mittagspause machen und entscheiden wie weit wir noch fahren wollen. Wir sind immer noch auf dem Autoput unterwegs und in Serbien wurde die neue Autobahn massiv ausgebaut, viele Brücken und Hänge gesichert. Wir düdeln immer noch über die alte Straße. In Leskovac finden wir so auf Anhieb kein Restaurant, und soviel Zeit wollen wir nicht vertrödeln, so hält Ralf vor einer Cevapsiciarna. Er meint das wir da sicher Pommes und Salat bekommen. Der Inhaber belehrt ihn eines besseren, rohes Fleisch in der Auslage, wird frisch zubereitet, Cevapi, Plesjaviaca, Schaschlik und als Beilage gern nochmal Fleisch und wenn du auf Salat oder Gemüse bestehst kann man eine grob geschnittene Zwiebel bekommen. Nicht ganz das was wir uns vorgestellt haben.
 
Gestern Abend haben wir bereits Krusevac und Kragujevac als Ziele ins Auge gefasst. Also Ziel Krusevac, in Brestovac sehe ich ein nettes Restaurant. Anhalten und eine kleine Pause, Pommes und Shopska reicht und wir befragen Navis und Maps.me. Für Krusevac macht er einen größeren Bogen um die Maut auszuklammern. Es ist 15 Uhr und es wären auf Landstraße noch 180 km und 3 Stunden. Das könnte zu knapp werden, Sonnenuntergang ist um 18:30. Ein paarmal anhalten zum fotografieren und wir brauchen noch gut eine Stunde länger. Ich rechne, hole die Landkarte und überzeuge Ralf das wir die nächsten 85 km auf die Autobahn gehen und dann Krusevac - Kragujevac fahren. 
 
Wir buchen ein Zimmer in Kragujevac, Ziel ist fix gesetzt. 
Eine Stunde brauchen wir bis zur Ausfahrt nach Krusevac. Die Strecke hat 180 Dinar pro Motorrad gekostet. Hier wird nochmal getankt und wir gehen vor Krusevac auf die 190 und dann auf die 183 direkt nach Kragujevac. Perfekt getimet, das Licht wird gerade schön zum fotografieren und Ralf gönnt sich ein paar Fotostopps. Die Strecke ist toll, Fahrbahn mal so und mal so und wir kommen an ganz vielen Paprikafeldern vorbei. Die Babickas sitzen am Straßenrand und verkaufen. Die sehen so lecker aber mitnehmen ist keine so gute Idee. Was mich doch überrascht das hier auch Erdbeerfelder sind und noch nicht ganz reif, ist hier so lange noch Sommer? 
 
Wir kommen eine halbe Stunde vor dem offiziellen Sonnenuntergang an, auf unserer Strecke ist es 20 Minuten früher dunkel da die Sonne hinter den Hügeln verschwindet. In Kragujevac meldet das Navi das man das Ziel nicht anfahren kann und ob es einen Parkplatz suchen soll. Nö, das wird doch gehen wenn schon in Booking stand das es Parkplätze gibt. Das Navi will in die Fußgängerzone, okay vielleicht doch außen rum? Das Navi behauptet wir sind an der Adresse die wir angegeben haben auf der Rückseite, aber wir sehen weit und breit kein Hotel…. 
 
Ralf parkt und steigt ab um eine Runde spazieren und suchen zu gehen, ich zücke das Handy und frage Maps.me. Volltreffer das Hotel King ist drin und ungefähr 300 m entfernt -  eben nicht in der Fußgängerzone. Sagen wir so das Kartenmaterial ist noch ausbaufähig. Hotel gefunden, Motorräder davor abgestellt und ganz lieb willkommen geheißen. Zimmer ist im ersten Stock, nach hinten raus, somit auch leiser. Es gibt Mückenschutzgitter und es ist ganz toll eingerichtet. Wifi funktioniert super und die liebe Dame an der Rezeption hat sich die wichtigsten Fragen die wir stellen könnten auf Deutsch notiert damit sie auf deutsch antworten kann. Super nett. Ralf bekommt auch einen Espresso als er danach fragt, das ist Service. 
 
Ich suche in der Zwischenzeit ein paar Lokale aus und wir laufen alle ab um zu kucken was uns am besten gefällt. Wir landen im milky, hier gibt es nur Palatschinken im Baukastenprinzip. Süß oder Salzig. Die Bedienung ist nett und ehr überrascht als wir nach dem herzhaften noch einen Süßen haben wollen. Ich glaube hier bestellt keiner zwei Stück. Wir belehren sie eines besseren. Lecker und fast fleischlos.