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Montag, 3. August 2020

Wroclaw - unterwegs auf Zwergenjagd

Auf Zwergenjagd
Wie es der Wetterbericht prophezeit hat. Es hat in der Nacht geregnet, das Wetterradar meint auch das es ab 10 Uhr den ganzen Tag nass sein wird.
Aber erstmal Frühstück, lecker bissl mehr Brot/Brötchen wären nett.
So warm wie gestern ist es auch nicht mehr, also Jeans und ich fische noch eine Regenjacke aus meiner Tasche. Ralf zieht mit der Motorradjacke los. Wieder ein Ticket für die Straßenbahn lösen und wir rollen ins Zentrum. An der Haltestelle Domininska steht ein Shoppingcentrum mit einem Media Markt, Ralf wollte sich noch eine zusätzliche HD kaufen um die Filme zu sichern.

Aber das machen wir später, erstmal fahren wir bis Rynek. Der Hauptplatz hier in Wroclaw. Es beginnt gerade zu schütten und wir flüchten in die Touristinfo um zumindest einen Plan zu bekommen. Vor der Touristinfo steht ein Zwerg, und da fällt mir wieder ein, das ich mal davon gehört hätte. Stimmt in der Touristinfo sind ganz viele Zwerge, auf Tassen, Tüchern und Taschen.
Weil das Wetter so mistig ist, erkundigt sich Ralf nach einer Stadtrundfahrt, und so sind wir die nächste Stunde unterwegs und lassen uns in einem Golfcart durch die Stadt chauffieren. Leider sind die Carts auf gutes Wetter ausgelegt, so werden wir hier auch nass aber weniger als wenn wir zu Fuß unterwegs wären. Fotos ehr weniger weil zu nass und ich wollte ganz selten aussteigen.

Sightseeing-Tour durch Wroclaw


Nach der Tour laufen wir über den Rynek und entdecken noch mehr von den Zwergen, im Souvenirshop gäbe es auch eine Karte mit allen Standorten der Zwerge. Angeblich auch als App, aber der QR-Code mit dem Link zur App erweist sich als tot. Egal, Ralf will jetzt nach einer Festplatte kucken. So laufen wir zur Galeria Dominikánská und im Mediamarkt finden wir eine Platte mit 2 TB, leider keine 4 oder 5 TB aber es wird wohl reichen. Ich kaufe mir einen Klappschirm - ist standardmäßig nicht in meiner Packliste für mein Motorrad.
Nun geht es weiter zur Hala Targova, hier einen Rundgang zum Fotografieren und dann an einem der Stände Mittagessen. Wir kennen es aus einigen Ländern wo es noch Markthalle gibt, das man dort zur Mittagszeit gut und günstig essen kann.
Fleischpflanzerl mit Stopfer und rote Beete und Hahnchenschnitzel mit Sesamkruste, Stopfer und rote Beete Salat und ein Glas Kompott für 23 Zloty - da kann man garnicht meckern.

Hala Targowa



Mein Souvenir aus Wroclaw
Weil es sich immer mehr einregnet, entschließen wir uns für eine Mittags-Trockenlegungspause im Hotel.
Im Hotel suche ich mal nach der App für die Zwerge, gefunden. Super mit Karte. Über 500 tummeln sich im Stadtgebiet.
Der Ursprung der Zwerge kommt aus den 1980er Jahren als die politische Oppositionsbewegung "Orangene Alternative" mit spontanen Aktionen (z. B. Demonstration im Zwergenkostüm) Kritik am kommunistischen Regime übte, und einen gusseisernen Zwerg aufstellte. Mehr Infos hierzu bei Wikipedia. Allerdings haben sich mittlerweile auch Werbezwerge unter die anderen gemischt.

Während Ralf sich trocken legt scroll ich begeistert durch die App was für Zwerge es alles gibt, sogar ein Motorradzwerg. Zumindest den will ich besuchen.

Nachdem wir wieder etwas trocken sind, bringe ich Ralf dazu mit mir auf Zwergenjagd zu gehen. Diesmal zieht er aber die kompletten Motorradsachen an. Seine Chucks bleiben zum trocknen auf dem Zimmer. Meine Gummiballerinas sind in der Zeit getrocknet, also dürfen sie nochmal raus, nur meine Mütze darf noch mit.

Diesmal steigen wir an der Swindska aus und nähren uns dem Rynek von einer anderen Seite. Erst den Motorrad-Zwerg und dann packt mich das Zwergenfieber, und da und dort ist noch einer und wenn wir um die Ecke gehen soll noch einer sein. Ralf grinst nur, zumindest ist Zwerge suchen einfacher als Geocachen.

Zwergenjagd




Wir machen einen Kaffeestop im Vinyl-Café und dann geht die Zwergensuche weiter. Nachdem wir den Rynek Kreuz und quer nach Zwergen abgesucht haben, plagt mich ein kleines Hungerchen. Muss kein Fleisch sein, so landen wir im Chinkalia im Rynek und gönnen uns Chachapuri, Tarhuna, Borjomi und Chacha.

Der Regen hat mittlerweile aufgehört und ein paar Zwerge auf dem Weg zur Straßenbahn besuchen wir noch.
Also trotz Regen ein erfolgreicher Tag.

Vinyl-Cafe

Chinkalia

Sonntag, 2. August 2020

Kutna Hora - Wroclaw

Das Frühstück ist gut lecker und ausreichend. Mein Motorrad rangiere ich wieder auf die Strasse und dann geht es in die Knochenkirche, da wollte ich schon gestern hin, aber war zu spät. Öffnet erst um 10:00, wir sind schon um 9:35 Uhr vor Ort. Tickets gibt's es weiter die Straße runter, und da ich jetzt schon schwitze drehe ich nochmal eine Runde zur Kasse. Die macht um 9:45 auf, Ticket kaufen und zurück.

Um 10:00 wird geöffnet und wir sind drin, ein paar Minuten später ist es voll und das Fotoverbot interessiert keinen. Gesehen, Haken dran, gut ist. Weiter.


Wie meistens sind sich unsere Navis uneins, aber ich habe am Morgen schon mal mir zumindest auf Mapsme eine Route ausgekuckt, wie ich ungefähr fahren will. Das funktioniert ziemlich gut.
In Hradec Králové einen kurzen Kaffeepausenstop und dann weiter Richtung Polen. Die 8/E65 ist langweilig, so entscheide ich das wir uns parallel dazu bewegen. So entdecken wir den lustigen Ort Jaromer/Josefov, eigentlich eine Doppelstadt. Josefov war eine Festungsstadt und erinnert etwas an Neuf-Brisach. Jetzt geht es doch wieder auf die E-Strasse und wir sind schneller in Polen als wir dachten. Kurz hinter der Grenze biegen wir links ab und landen im Touristengebiet. Tolle Strassen, Wald, Kurven und ziemlich viele Leute. Erinnert an das Voralpenland oder die Fränkische Schweiz vom Touristenaufkommen. Es gibt einige große Parkplötze und wenn diese nicht reichen, wird links und rechts auch alles zugeparkt.

Pause mit Mohnkuchen
Ralfs Idee für diesen Urlaub war der TET Polen, deswegen geht meine Strecke dorthin und ich habe mir einen Einstiegspunkt ausgesucht. Die Kurven und hubbeligen Landstraßen sind toll hier aber kosten auch Zeit. Nach einer Pause am Wegesrand, inkl bei den Motorrädern Öl prüfen und fränkischen Mohnkuchen naschen, den ich seit Donnerstag spaziere fahre, entscheiden wir uns für die schnellste Route. Sehr viel Verkehr und langsam und vorne ein kleines blaues Auto und zwei Motorradfahren die sich nicht überholen trauen.

In Wroclaw schaffen wir es dem Navi zu folgen und landen so bei der Villa Art Novis mit Parkplatz, schick und nett, das einzige was nervt, ist bei der Hitze mit den Motorradklamotten in den dritten Stock ohne Aufzug unser Zeug raufschleppen, da wir hier 2 Nächte bleiben.

Dafür gibt es eine Karte, Restaurant Tipps und eine Erklärung wie das mit den Tickets in der Straßenbahn funktioniert.
So gewappnet ziehen wir noch aus einem Bankomaten ein paar Zloty und dann nehmen wir die Tram. Hinten einsteigen und dann am montierten TouchPad auswählen welches Ticket man will oder wieviel und mit Kreditkarte zahlen. Das war einfach.
Wir steigen wie empfohlen bei der Tragova Hala aus und gleich dort ist die erste Empfehlung und wir gönnen uns einen bunten Mix von der Speisekarte.

Spannend.  Mal sehen was wir morgen testen. So geht es dann zu Fuß zurück zum Hotel und Ralf sichtet Videos und ich tippe noch ein bißchen am Tablet, damit nicht wieder so ein Rückstau entsteht.


Samstag, 1. August 2020

Berglern - Kutna Hora

Gestern einen Teil gepackt, aber dann hatte ich keine Lust mehr. Wie schon öfters erwähnt bin ich eine Lerche, also heute früh noch die letzten Sachen zusammenpacken, eigentlich nur noch Wichtiges. Fällt alles in die Kategorie technisches Equipement, Ladekabel und so Zeugs halt

Ralf war beim Bäcker und so hatte ich Zeit mein restliches Zeug zu verladen, und das er nicht sieht was ich wieder alles mitschleppe. Meine neue billige Actioncam habe ich auch inzwischen montiert. So geht es nach dem Frühstück um 9:30 los. Erst nach Wartenberg und immer weiter Osten. An Straubing vorbei und dann durch den bayrischen Wald und bei Fürth im Wald nach Tschechien. Hier ziehen wir uns ein paar Kronen für den heutigen Tag.

Pause beim Chodsky Pes 

Es geht auf teilweise einsamen Straßen durch genütliche Landschaften. Hinter einer Kurve laufen gerade zwei Mann mit Kanu über die Straße, damit haben wir nicht gerechnet. Urlaubsgebiet Český Sternberg. Hier ist richtig viel los, die Sonne steht auch so das man kein vernünftiges Foto von der Burg machen kann. Naja - dann ein andermal.
Eigentlich war mein Plan bis Hradec Králové zu kommen, aber wir schaffen es nur bis Kutná Hora. War klar - Touristengegend, es gibt wenig freie Zimmer in unserer Preisliga. So landen wir im Hotel Kreta, nicht im direkt im Zentrum, aber ein nettes Zimmer, und für die 2 Stockwerke gibt es sogar einen Aufzug den wir echt schätzen.
Unser Gastgeber meint wir können die Motorräder in den Innenhof stellen, also in den Biergarten. Ralf grinst und meint ich soll mal vorfahren, durch seine Sonderkonstruktion an der Adv ist er eine Ecke breiter. Ich komme gerade so durch, bleibe zweimal an einem Biertisch hängen aber das wars. Ralf winkt ab, meine bleibt drin und seine draußen.


Hier habe ich mein Blümchen durchmanövriert.

Wir bekommen noch zwei Restaurantempfehlungen und den Wificode und dann frisch machen und etwas zu essen fangen. Vorher fragen wir noch ob wir wenn wir zurückkommen noch ein Bier in der Bar bekommen können, theoretisch ja, wenn wir bis 21:30 zurück sind. Das wissen wir nicht, und so kommen wir in den Genuss der tscheischen Lösung. Wir bekommen eine PET-Flasche mit frisch gezapften Bier und im Zimmer ist ein Kühlschrank. Super so können wir uns noch ein Heimkommenbier gönnen.

Der erste Tipp ist leider geschlossen, so landen wir in der Restaurace v Ruthardce. Obwohl touristisch gelegen tolles Essen, super Service, spannende Sachen. Ralf hatte selbstgemachte Stachelbeerlimo und ich ein schwarzes Kozel. Ralf ein tolles Tartar, ich eine Kleinigkeit zum Bier (ehr eine große Kleinigkeit für 3 zum Naschen) und dann noch ein Salat.
Empfehlen wir beide sehr gern weiter.

Tartar
schwarzes Kozel
Kleinigkeit zum Bier
Am Rückweg hören wir laute, sehr laute Musik, erst scheint es das es aus einer Kirche kommt, aber wir stellen fest das es aus dem Innenhof es danebenliegenden Gymnasiums - das erste Konzert nach Corona.
Zurück im Hotel noch ein paar Gläser des Bieres und wir lauschen dem Konzert, die Soundanlage macht einen guten Job, ich glaube in Kutná Hora hat jeder zugehört ober wollte oder nicht.